Wirtschaft und Umwelt

In den Industrieländern ist wirtschaftliche Tätigkeit stets mit Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden. Dabei sind in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren, in Thüringen seit 1990, aufgrund gestiegener Anforderungen an den technischen Umweltschutz die mit der Wirtschaftsentwicklung verbundenen Umweltauswirkungen in wesentlichen Bereichen rückläufig (z. B. bei Abfällen, Abwässern oder Emissionen). Künftig kommt der Wiederverwertung und "nachhaltigen" Nutzung der Rohstoffe eine herausragende Bedeutung zu. Ansatzpunkte in diese Richtung sind u. a. die

  • Sammlung und Wiederverwertung von Verpackungsmaterialien (Glas, Pappe/Papier, Kunststoffe, Metalle usw.) und Bioabfällen,
  • Nutzung überschüssiger Wärme bei der Energieerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung), verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien,
  • Entwicklung flächen- und energiesparender Bauformen.

Seit 1990 wurde im Bereich Umweltschutz in Thüringen aufgrund umfassender Sanierungsmaßnahmen, der Installation von Anlagen auf dem neuesten Stand der Technik sowie der Stilllegung veralteter Produktionsstätten viel erreicht.
Das wird in Thüringen unter anderem in einer deutlichen Senkung der Verbrauchsdaten im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe (BVG), z.B. beim Energieverbrauch und in der Wasserver-/Abwasserentsorgung, deutlich.


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Energie Branchen Th
Endenergieverbrauch in Thüringen nach Branchen

Insgesamt ging der Endenergieverbrauch in Thüringen von 1990 bis 2014 um 34,2 % (Deutschland 8,2 %) zurück. Im BVG war der Rückgang mit 52,2 % (Deutschland 14,5 %) besonders deutlich. Im Jahr 2014 wurden 12,2 % (Deutschland 4,5 %) des Endenergieverbrauchs im BVG aus erneuerbaren Energien bereitgestellt.

Energie Branchen D
Endenergieverbrauch in Deutschland nach Branchen

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Das Wasseraufkommen (Thüringen -64,9 %, Deutschland -39,8%) und die Abwassereinleitung (Thüringen -67,1 %, Deutschland -42,1 %) im BVG sind seit 1991 deutlich zurückgegangen. Ein deutlicher Unterschied zum Bundesdurchschnitt zeigt sich in Thüringen bei der Direkteinleitung von Abwasser. In Thüringen werden weniger als die Hälfte, in Deutschland fast 90% unbehandelt eingeleitet. In Thüringen fehlt vor allem die Energieproduktion mit Ihrem hohen Kühlwasserbedarf.


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Wasseraufkommen im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe (BVG)


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Die Investitionen der Unternehmen in den Umweltschutz sind aufgrund von Änderungen in der Erfassungssystematik (ab 1996 ohne Baugewerbe) nur eingeschränkt vergleichbar. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt sowohl in Deutschland als auch in Thüringen beim Gewässerschutz und Klimaschutz. Die Höhe der Investitionen je Unternehmen lag im Jahr 2013 in Thüringen mit 569 T€ deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (849 T€).

Umweltschutzinvestitionen im Produzierenden Gewerbe (*ab 1996 ohne Baugewerbe)

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