Lärm

Als Lärm werden Geräusche bezeichnet, die als störend oder belastend empfunden werden und im schlimmsten Fall gesundheitsschädigend wirken. Das Wort Lärm ist hervorgegangen aus Alarm, das seinerseits auf den (ital.) Ruf all'arme „zu den Waffen“ zurückgeht.

Die Wahrnehmung von Geräuschen als Lärm und ihre Wirkung auf den Menschen hängen von verschiedenen Faktoren ab.

Zum einen von messbaren physikalischen Größen:

  • Schalldruckpegel: physikalisches Maß für die Stärke des Schalldrucks
  • Tonhöhe: Hohe Töne werden anders empfunden als tiefe, in der Regel unangenehmer.
  • Tonhaltigkeit: Einzelne tonale Komponenten (dominante Frequenz) im Geräusch erhöhen die wahrgenommene Lautstärke.
  • Impulshaltigkeit: Geräusche mit starken Pegeländerungen wie Hämmern werden als unangenehmer empfunden als Geräusche mit konstanter Lautstärke.

Zum anderen von subjektiven Faktoren:

  • Tätigkeit: Während der Schlafenszeit wirkt Lärm extrem störend. Gleiches gilt bei Tätigkeiten, die hohe Konzentration erfordern.
  • Die persönliche Bewertung: Geräusche, die jemand mag, werden auch bei hohen Lautstärken nicht als störend empfunden, Geräusche, die jemand nicht mag, gelten schon bei kleinen Lautstärken als störend (z. B. bestimmte Musik). Auch die soziale und kulturelle Bewertung spielt hinein: z. B. werden Kirchenglocken von weniger Menschen als störend bezeichnet als ein laufender Motor vor dem Haus.
  • Auch der allgemeine gesundheitliche Zustand eines Menschen kann sich also auf die Lärmempfindlichkeit auswirken. Bestimmte chronische oder akute Erkrankungen gehen mit einer erhöhten Lärmempfindlichkeit einher: z. B. Depressionen, Meningitis.

Menschen reagieren unterschiedlich sensibel auf Schall, die Qualität des Gehörs und das Lebensalter sind wesentliche Faktoren, die die Bandbreite (Frequenz) des wahrgenommenen Schalls sowie die Hörschwelle beeinflussen.

Lärm kann über das Gehör die Gesundheit insgesamt beeinträchtigen, an Lärm kann man sich nicht gewöhnen. Lärm ist ein Umweltfaktor, der sich nicht nur auf den Menschen bezieht, da auch zahlreiche Tiere in ihrer Kommunikation auf Schallsignale angewiesen sind.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet Lärm als den zweitgrößten, die Krankheitslast vergrößernden Umweltfaktor (nach Luftverschmutzung).

Lärm kann messtechnisch erfasst und seine Auswirkungen beurteilt werden. In Abhängigkeit von der Lärmquelle, dem Ort des Entstehens und verschiedener anderer Parameter sind unterschiedliche Berechnungsvorschriften und Richtwerte einschlägig.

Lkw Verkehrslärm

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