Elektromagnetische Felder

Mobilfunkmast auf einem mehrstöckigen Wohnhaus
Mobilfunkmast auf einem mehrstöckigen Wohnhaus

Elektromagnetische Felder (EMF) gehören zu dem Bereich der nicht ionisierenden Strahlungen, wie beispielsweise Licht. Sie werden entsprechend ihrer Frequenz (Schwingungen pro Sekunde) bzw. Wellenlänge unterschieden in statische (Gleichstrom), niederfrequente (1 Hz – 9 kHz) und hochfrequente (9 kHz – 300 GHz) Felder. Die Frequenz und die Wellenlänge stehen über die Lichtgeschwindigkeit im jeweiligen Medium im Zusammenhang. Bei statischen und niederfrequenten Feldern werden die elektrische und die magnetische Komponente getrennt voneinander berücksichtigt. Da die elektrische und die magnetische Komponente allerdings eng miteinander gekoppelt sind, wird bei hohen Frequenzen das elektromagnetische Feld als Ganzes betrachtet.

Ein Beispiel für ein statisches Magnetfeld ist das Erdmagnetfeld, ein elektrostatisches Feld ist beispielsweise das Schönwetterfeld. Niederfrequente Felder bilden sich an Leitungen elektrischer Geräte, die mit Wechselstrom betrieben werden. Alle Anwendungen der modernen Datenübertragung, wie beispielsweise Mobilfunk, WLAN, Bluetooth basieren auf hochfrequenten elektromagnetischen Feldern.

Im Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) wurde die gesundheitliche Auswirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf den Menschen untersucht. Die Bewertungen der Ergebnisse des DMF sind auf der Internetseite veröffentlicht.

Die Grundlage für den Schutz der Bevölkerung vor schädlichen Umwelteinwirkungen und zur Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder in Deutschland ist die Sechsundzwanzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über elektromagnetische Felder - 26. BImSchV). Diese gilt für die Errichtung und den Betrieb von Hochfrequenzanlagen, Niederfrequenzanlagen und Gleichstromanlagen. In der Verordnung sind Grenzwerte für den Gesundheitsschutz festgelegt, die auf international anerkannten Empfehlungen basieren. In der aktuellen Fassung vom 14. August 2013 wurden die 2010 überarbeiteten Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICNIRP) berücksichtigt. Dies sind zulässige Grenzwerte, welche in Abhängigkeit der Frequenz die elektrische Feldstärke, die magnetische Feldstärke, oder die magnetische Flussdichte beschränken.

Um die Einhaltung der Grenzwerte zu kontrollieren werden auf Bundes- und Landesebene Messungen durchgeführt. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) führt diese im Rahmen des EMF-Monitorings an stark besuchten öffentlichen Plätzen im Außenbereich durch und informiert darüber auf der Webseite. Dazu stimmt sich die TLUG, sowohl mit den Unteren Immissionsschutzbehörden, als auch mit der BNetzA ab. Gemeinsam werden die Messorte für Thüringen festgelegt. Zusätzlich führt die TLUG ebenfalls Messungen von elektromagnetischen Feldern durch, im Gegensatz zur BNetzA auch in Innenräumen.


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Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Seiten:

BfS - Elektromagnetische Felder
Bundesamtes für Strahlenschutz - Elektromagnetische Felder

BMUB - Elektromagnetische Felder, Mobilfunk
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit - Nieder- und Hochfrequenz

WHO - Was Sind Elektromagnetische Felder?
World Health Organization (Weltgesundheitsorganisation) - Was Sind Elektromagnetische Felder?

BNetA – EMF-Datenbank
Bundesnetzagentur - EMF–Datenbank

BfS - DMF
Bundesamt für Strahlenschutz - Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm

 

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