Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie

24/2018

Tagung

Autochthones Saat- und Pflanzgut – Umsetzung des § 40 BNatSchG in Thüringen

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz bedarf „das Ausbringen von Pflanzen gebietsfremder Arten in der freien Natur sowie von Tieren der Genehmigung der zuständigen Behörde….Die Genehmigung ist zu versagen, wenn eine Gefährdung von Ökosystemen, Biotopen oder Arten der Mitgliedstaaten nicht auszuschließen ist.“ Den Anbau von Pflanzen in der Land- und Forstwirtschaft nimmt der Gesetzgeber von dieser Regelung pauschal aus, andererseits gilt im Übrigen für das Ausbringen von Gehölzen und Saatgut – auch einheimischer Arten – außerhalb ihrer Vorkommensgebiete bereits jetzt die verschärfende Regelung, dass sie nicht erfolgen soll. Nach dem Ablauf einer Übergangsfrist bis 1. März 2020 ist das Ausbringen von Pflanzen außerhalb ihrer Herkunftsgebiete dann gesetzlich verboten, sofern kein Ausnahmegrund vorliegt. In vielen Aufgabenbereichen, z. B. bei Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, bei Naturschutzprojekten, zur Böschungsbegrünung im Straßenbau und an Gewässern bei vielen (nichtlandwirtschaftlichen) Fördermaßnahmen des Naturschutzes und in weiteren Fällen kann ab diesem Termin (fast) nur noch autochthones Saat- und Pflanzgut zum Einsatz kommen. Zur praktischen Umsetzung dieser Vorschrift bedarf es einer ganzen Reihe von vorbereitenden Maßnahmen -  von der Gewinnung von Vermehrungsmaterial über die Bereitstellung von Saat- und Pflanzgut bis zur Entwicklung von Methoden oder Ausschreibungstexten für dessen Einsatz. Ziel der Tagung ist es, frühzeitig die Notwendigkeit dieser Vorbereitung deutlich zu machen und über den Stand zu informieren.

 

24/2018 Tagung
Schwerpunkte: Informationen über den Stand der Umsetzung von § 40 BNatSchG in Thüringen
Bezugsquellen und Beispiele für die Anwendung autochthonen Saat- und Pflanzgutes
Diskussion noch notwendiger Aufgaben, um den Vollzug der Vorschriften ab März 2020 zu sichern
Zielgruppen: Naturschutzbehörden
Bau- und Verkehrsbehörden
Wasserwirtschaftsverwaltung
Baumschulen
Saatgutbetriebe
Naturschutzbeiräte und -beauftragte
Ingenieur- und Planungsbüros
Landschaftspflegeverbände
Mitarbeiter der Natura 2000-Stationen
Naturschutzvereinigungen
Termin: 19.09.2018
Ort: TLUG Jena, Tagungsraum 1a
Veranstalter: TLUG
Leitung: Dr. Heiko Korsch & Rolf Knebel, TLUG
Teilnahmebetrag: 20,00 €*
Anmeldung bis: 03.09.2018
Bemerkungen: Die Veranstaltung ist kostenfrei für:
  • Mitarbeiter der Naturschutzbehörden in Thüringen
  • ehrenamtliche Mitarbeiter des Naturschutzes, wenn sie Mitglied in nach Naturschutzrecht anerkannten Vereinigungen sind
  • Mitglieder von Beiträten gemäß §§ 39 und 40 ThürNatG
  • Mitarbeiter der Thüringer Landschaftspflegeverbände
  • Mitarbeiter der Natura 2000-Stationen und des Kompetenzzentrums Natura 2000-Stationen
Die Mitgliedschaft im Landschaftspflegeverband, im anerkannten Verein oder im Beirat ist mit der Anmeldung schriftlich nachzuweisen. Die Anmeldung bei der TLUG über den Landschaftspflegeverband, den anerkannten Verein bzw. über die Naturschutzbehörde gilt als Nachweis.
Anmeldungen ohne Mitgliedsnachweis sind kostenpflichtig.

 

 

Faltblatt (1.7 MB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

Anmeldeformular (787.1 kB)
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