Medieninformation

Naturschutzreport Heft 28 „Gesetzlich geschützte Biotope in Thüringen“ erschienen

Ein umfassender Überblick über die gesetzlich geschützten Biotope in Thüringen: 20 Jahre nach dem Erscheinen des Naturschutzreports "Biotope in Thüringen - Situation, Gefährdung und Schutz" im Jahre 1995 ist erneut eine Ausgabe der Schriftenreihe diesem Thema gewidmet.

Anlass dazu gab der Abschluss der 1996-2013 in ganz Thüringen durchgeführten Offenland-Biotopkartierung. Sie stellt neben den Projekten der Wald- und der Dorfbiotopkartierung die umfangreichste Biotopkartierung dar und liefert zu mehr als 177.000 Einzelflächen genaue Aussagen über Lage, Fläche, Biotopqualität, Strukturausstattung, Arteninventar, Nutzungszustand und Entwicklungsperspektiven.

Im Mittelpunkt dieser Erfassung standen die "gesetzlich geschützten Biotope". Dabei handelt es sich um naturschutzfachlich wertvolle Biotope, die vom Gesetzgeber unter einen besonderen Schutz gestellt wurden. Der Schutz für diese Biotope besteht unmittelbar aufgrund der Nennung der Biotoptypen im Bundesnaturschutzgesetz bzw. im Thüringer Gesetz für Natur und Landschaft.
Ein besonderes Ausweisungsverfahren, wie etwa bei Naturschutzgebieten, ist nicht notwendig. Umso wichtiger ist es, die Biotope im Gelände zu identifizieren und genau zu kartieren.

Zusammen nehmen die von den drei genannten Kartierungen in den Siedlungen, im Wald und im Offenland in Thüringen erfassten gesetzlich geschützten Biotope eine Fläche von 64.175 ha ein, das sind rund 4% der Landesfläche.
Unter den Naturräumen Thüringens weist die Hohe Rhön mit 24,4% den höchsten Anteil geschützter Biotope auf, darauf folgen der Zechsteingürtel am Kyffhäuser mit 14,1% sowie die Werraaue zwischen Meiningen und Vacha mit 11,4%. Nach Landkreisen ausgewertet ist - besonders bemerkenswert - die kreisfreie Stadt Jena mit 10,8% ihrer Fläche besonders reich an gesetzlich geschützten Biotopen, während diese im ackerbaulich intensiv genutzten Landkreis Sömmerda mit 1,9% nur eine geringe Fläche einnehmen.

Im nun vorliegenden Naturschutzreport Heft 28 werden nach einem landesweiten Überblick die gesetzlich geschützten und einige weitere naturschutzfachlich wertvolle Biotope detailliert beschrieben. Dazu werden die Definitionen der Biotope wiedergegeben und die Erfassungs-Methodik dargestellt. Außerdem gibt es Aussagen zur Bedeutung des Biotops, vor allem als Lebensraum gefährdeter Arten.

Verbreitungskarten veranschaulichen die Ergebnisse der landesweiten Kartierungen, stellen die Verteilung auf die Naturräume Thüringens sowie die Landkreise und kreisfreien Städte und bieten einen Überblick über ihre Repräsentanz in Schutzgebieten. Weitere Abschnitte beschreiben die Gefährdungssituation der einzelnen Biotoptypen sowie die Zuordnung zu den Lebensraumtypen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Zahlreiche Fotos illustrieren die verschiedenen Ausprägungen sowie typische Tier- und Pflanzenarten jedes Biotops.

Die Ergebnisse der Biotopkartierungen dokumentieren u. a. die vielfältigen Vorkommen von Trockenrasen und Bergwiesen in Thüringen, die im bundesweiten Vergleich herausragenden Wert haben – eine besondere Verpflichtung für den Freistaat zum Schutz dieser Lebensräume. Aber auch für die Erhaltung einiger sehr seltener Biotope wie Binnenlandsalzstellen und kalkreiche Niedermoore trägt der Freistaat eine hohe Verantwortung. Darüber hinaus rückt die Auswertung der Kartierung auch einige Biotope in den Fokus der Betrachtung, die bislang noch nicht gesetzlich geschützt sind, wie z. B. artenreiches, extensiv genutztes Grünland.

Bestellmöglichkeiten und weitere Informationen unter:

www.thueringen.de/th8/tlug/presse_und_service/publikationen/np/index.aspx

08.04.2016

Dr. Lutz Baseler
Presse- und
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