Medieninformation

Erfassung der Hirschkäfervorkommen in Thüringen –
die ersten Exemplare des Jahres 2019 wurden gesichtet

Mit einer Größe von etwa sieben Zentimetern – einzelne Exemplare können auch größer werden – sind die Männchen der Hirschkäfer die größten unter unseren heimischen Käferarten. Allerdings sind sie in Deutschland sehr selten geworden und auch in Thüringen gilt die Art als stark gefährdet.

Mit Datum 20. Mai 2019 liegt der erste Nachweis eines Hirschkäfers für dieses Jahr aus Thüringen vor. Die Meldung wurde von den Spezialisten des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) bestätigt.

Wer auf Hirschkäfersuche gehen möchte, der wird am ehesten in lichten, alten südexponierten Eichenwäldern in der Abenddämmerung fündig. In den Hauptverbreitungsgebieten, wie zum Beispiel um Bad Blankenburg, Bad Frankenhausen und Eisenach, kann es öfter vorkommen, dass Hirschkäfer auch tagsüber gesichtet werden und das nicht selten in Siedlungsgebieten, wenn in diesen alte Bäume vorhanden sind.

Hirschkäfer sind nach Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie europaweit geschützt. Da man aber nur schützen kann, was man kennt, rufen auch 2019 das TLUBN und der NABU Thüringen gemeinsam zur Hirschkäfersuche auf.

Die Hauptaktivitätszeit dieser Käferart liegt in Mitteleuropa im Juni. Dann schlüpfen die meisten Tiere aus ihren Kokons im Boden und können beim Schlüpfen oder an Bäumen gefunden werden.

In solchen Fällen ist es wichtig, dass die Tieren die Möglichkeit zum weiterfliegen haben. Hirschkäfer sollten nicht gestört werden, nur zur Rettungszwecken darf man die recht robusten Käfer anfassen und ihnen ggf. helfen.

Bei der Hirschkäfersuche ist es ratsam eine Digitalkamera oder das Handy dabei zu haben. Das gemachte Bild dient natürlich nicht nur zur Erinnerung, sondern vor allem zur eindeutigen Identifizierung der Art. Bilder sind wichtig, um die Funde richtig einschätzen zu können und Verwechslungen mit „ähnlichen“ Käfern auszuschließen. Verwechselt werden können Hirschkäfer zum Beispiel mit dem Nashornkäfer, dem Balkenschröter, dem Eremit, dem Sägebock oder auch dem Lederlaufkäfer.

Eine direkte Meldung des Fundes kann über die App „Meine Umwelt“ erfolgen. Angaben zu Ort und Datum der Beobachtung und ggf. dem Geschlecht sowie der Anzahl der Tiere sollten nicht fehlen.

Darüber hinaus sind Angaben zu möglichen Beeinträchtigungen oder sonstige Beobachtungen zum Lebensraum sehr hilfreich, aber keine Bedingung für die Meldung. Im Zweifelsfall wird von Seiten des TLUBN Unterstützung angeboten.

Hirschkäfermeldebogen, Artensteckbrief und weitere Informationen finden sind auf der betreffenden Seite des NABU Thüringen oder der Internetseite des TLUBN zu finden. Wer einen Hirschkäferfund direkt per Smartphone melden möchte, nutzt die Umwelt-App des TLUBN.

05.06.2019

Dr. Lutz Baseler
Presse- und
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Hirschkaefer Kl
Hirschkäfer Lucanus cervus
(Foto: W. Wolff)

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