Medieninformation

Nach zügiger Planung und Umsetzung:
Neue Hochwasserschutzanlage Windischleuba eingeweiht

Nach einer Bauphase von etwa neun Monaten wurde am 10 Mai 2019 die Hochwasserschutzanlage Windischleuba – gut vier Wochen vor dem geplanten Fertigstellungstermin – heute feierlich eingeweiht.

Vorangegangen war eine seit 2014 zügig durchgeführte Planungsphase, die das parallel laufende Verfahren für den Ausbau der B7 berücksichtigen und die Planungen aufeinander abstimmen musste.

In seinem Grußwort dankte der Präsident des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), Mario Suckert, den an der baulichen Umsetzung beteiligten Unternehmen und hob die zügige Durchführung des Planungsverfahrens, die hohe Motivation der Genehmigungsbehörde und die Mitarbeit der Einwohner Windischleubas hervor:

„Die Plangenehmigung ist ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren, das die privatrechtlichen Regelungen mit den Grundstückseigentümern voraussetzt“, erläuterte der Präsident und würdigte die gute Kooperation mit den Bürgerinnen und Bürgern von Windischleuba. „Damit hatten auch Sie einen wesentlichen Anteil daran, dass das Projekt so schnell realisiert werden konnte. Vielen Dank dafür!“

Nunmehr schützt ein 790 Meter langer Deich Windischleuba, wovon 377 Meter u.a. mit Einbau einer Stahlspundwand und einem Deichverteidigungsweg auf der Krone neu aufgebaut wurden. Saniert wurde ein gut 400 Meter langes Teilstück mit Viehdrift und Überfahrten in landwirtschaftlichen Flächen sowie Regulierung der Deichkrone und -böschungen.

Die Kosten des Bauvorhabens von ca. 1,7 Mio. EURO wurden mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus dem Landeshaushalt finanziert.


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Zahlen Daten Fakten zum Vorhaben Windischleuba

- bei einem Hochwasser (HQ100) waren über 220 Haupt und Nebengebäude auf 10 ha bebautem Gebiet von Überflutungen betroffen

- Ausbauziel ist ein Bemessungsabfluss, der derzeit einem HQ100 entspricht: 224 m³/s.

- Bauvolumen ca. 1,7 Mio. €, mit Finanzierung aus EFRE / Landeshaushalt

- Antrag auf Plangenehmigung November 2017, die Plangenehmigung wurde am April 2018, erteilt.


Daten der Anlagen.


- Gesamtlänge Deich: 790 m

- davon 407 m Deich (Abschnitt 1) saniert (B7 bis Mühlgraben) mit

- Deichverteidigungsweg einschl. Sickerprisma

- Viehdrift und Überfahrten in landwirtschaftlichen Flächen

- Regulierung der Deichkrone und –böschungen.

- 377 m Deich (Abschnitt 2) neu aufgebaut durch

- Einbau einer Stahlspundwand auf 330 m im Parkbereich

- Deichverteidigungsweg auf der Krone

- Anschluss des Deiches an höherliegendes Gelände

- Erhöhung Schütztafel am Mühlgraben

- Erneuerung Zulauf zur Lache


Daten zum Bau

7.000 m³ Bodenabtrag und vorbreiten zum Wiedereinbau
10.000 m³ Bodeneinbau
2.000 m² Stahlspundwand (~ 330 m)
1.650 m³ Schottertragschicht (ca. 4.700 m²)
750 m³ Stabilrasen (~ 3000 m²)
13.500 m² Oberboden abtragen / einbauen, profiliert, Rasenansaat
33 Stck Ersatzpflanzung in der Gemeinde Windischleuba (Buche, Eiche, Linde, ….
2 Stck Süntelbuchen umgesetzt

An Planung und baulichen Umsetzung beteiligte Unternehmen und Büros:

- das Planungsbüro Köhler (Konzept),
- die Vermessungsbüros TERRA-DATA GmbH und Geovogt,
- das Planungsbüro Fichtner (Planung, die Örtliche Bauüberwachung und die Bauoberleitung),
- die Gesellschaft für ökologische Landschaftsplanung (Ökologische Baubegleitung),
- das Sachverständigen Büro Holger Weisheit (Beweissicherung)
- die HELI Bau (bauliche Umsetzung).

Am Projekt haben folgende Verwaltungen mitgewirkt:

- die Gemeinde Windischleuba,
- die Obere Wasserbehörde als Genehmigungsbehörde und
- das Landratsamt mit der Unteren Naturschutz-, der Unteren Wasser- und der unteren Abfallbehörde.

10.05.2019

Dr. Lutz Baseler
Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit

Windischleuba 01
Der Präsident des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), Mario Suckert (2.v.r.), und der Bürgermeister von Windischleuba, Gerd Reinboth, bei der Einweihungsveranstaltung.
Windischleuba 02
In seinem Grußwort erläuterte Mario Suckert Schritte der Planungs- und Bauphase und dankte den beteiligten Firmen und Ingenieurbüros sowie den Einwohnern Windischleubas für ihr Engagement.
Windischleuba 03
Der Landrat des Altenburger Landes, Uwe Melzer, im Gespräch mit Bürgermeister Reinboth - während Radfahrer den neuen Weg "in Besitz" nehmen

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