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Mikroplastik Messungen in der Saale

Am 28. November fanden in Thüringen erstmalig Untersuchungen auf Mikroplastik in Gewässern statt. Die Probenahme wurde von einem Forscherteam der Universität Bayreuth, unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Laforsch und Herrn Dr. Löder, durchgeführt.

Die Bearbeiter, die auch die weitere Analyse der Proben im Labor übernehmen, haben durch ähnliche Untersuchungen in anderen Bundesländern viel Erfahrung. Im Ergebnis der Untersuchung soll der Mikroplastikgehalt der Saale mit dem Mikroplastikgehalt anderer Gewässer verglichen werden.

Das Projekt zur Erkundung der Mikroplastikkontamination in Thüringer Gewässern am Beispiel der Saale wurde vom Thüringer Umweltministerium initiiert und wird von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) begleitet.

Innerhalb eines Jahres sollen zwei Mikroplastik-Probenahmen an jeweils drei Messpunkten durchgeführt und ausgewertet werden. In der Saale soll je eine Beprobung oberhalb und unterhalb der Kläranlage Jena erfolgen. Die dritte Beprobung soll im Ablauf der Kläranlage selbst stattfinden.

Unter Mikroplastik versteht man alle Plastikpartikel, die kleiner 5 mm sind. Sie entstehen unter anderem durch Zersetzungsprozesse aus größerem Kunststoff. Außerdem enthalten alltägliche Gebrauchsartikel, wie zum Beispiel Kosmetika und Reinigungsprodukte, Mikroplastik. Des Weiteren gelangen beim Waschen synthetischer Kleidung Mikrofasern aus Plastik über das Abwasser und die Kläranlagen in unsere Gewässer.

Die Vergleichsmessungen ober- und unterhalb der Kläranlage sollen zeigen, welchen Einfluss das Abwasser der 100000 Einwohner Stadt Jena auf die Anzahl der Mikroplastikpartikel in der Saale hat.

Die Beprobung der Saale erfolgte mit speziell dafür entwickelten Geräten, einerseits dem „Manta-Trawl“, der alle Partikel größer 500 µm erfasst, und andererseits mittels Pumpständen und Edelstahl – Großflächenfiltern für die Mikroplastik Fraktion von 10 bis 500 µm.

Die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund unterstützte tatkräftig die allererste Probenahme an der Kunitzer Holzbrücke, der Messstelle oberhalb der Jenaer Kläranlage.

03.12.2018

Dr. Lutz Baseler
Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit

Img 0881 Kl

 

 

 

 

 

 

Dr. Martin Löder vom Lehrstuhl für Tierökologie der Universität Bayreuth und die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund bei der ersten Mikroplastik Probenahme an der Saale. Die beiden präsentieren den „Manta-Trawl“ eine von der Universität Bayreuth eigens für die Probenahme hergestellte Falle für Mikroplastik Partikel.

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Der „Manta-Trawl“ im Einsatz. Am Ende des metallenen Kastens befindet sich ein Netz mit einem Netzbecher. Den Netzbecher umgibt eine Gage mit einer Maschenweite von 500 µm. Alle Partikel größer 500 µm verbleiben im Filterbecher….

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… und werden von dort in ein Glasgefäß überführt, damit es bis zur Analyse der Probe keine Mikroplastik – Kontamination gibt!

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