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Baumaßnahmen zur Sicherung des Chrysopraswehres

Die Notsicherungsmaßnahmen zur Erhaltung des denkmalgeschützten Chrysopraswehres werden mit dem Ziel, den Charakter des Wehres und sein Erscheinungsbild zu wahren, ausgeführt. Aus den vorausgehenden Bauwerkserkundungen wurden wichtige Erkenntnisse gewonnen, welche als Grundlagen für die Planung anzunehmen waren.

Nach der Trockenlegung des Wehres und den nunmehr baustellenbedingten Möglichkeiten wurden die getroffenen Annahmen geprüft, um hier bei Erfordernis entsprechende Maßnahmen einzuleiten, die den Erhalt der bestehenden Bausubstanz, die Dauerhaftigkeit und Standsicherheit der Wehranlage gewährleisten.

Daher wurden konform zu den Auflagen der Genehmigungsbehörde und des Prüfstatikers die Baugrundannahmen und der Wehraufbau geprüft.

Folgende, für die Notsicherungsmaßnahmen zu beachtende Kriterien wurden festgestellt:

- Die Gründung der unteren Wehrstufe erfolgte nur ca. 0,5 m unter der Flusssohle, die Neugründung erfordert bei der Sohlsicherung einen ca. 1,30 m tieferen Aushub. Eine Herstellung dieses Aushubes unmittelbar am Wehr ist ohne eine Beeinflussung des Bodens unter dem bestehenden Wehrkörpers nicht möglich. Aus Gründen der Sicherung des Bestandes wurde der Einbau einer Spundwand in Achse der unteren Wehrstufe vorgesehen, welche bis ca. Oberkante Flusssohle wehrseitig mit Beton hinterfüllt wird.

- Der Sickerwasseranfall unter dem und durch das Wehr erfolgt nicht nur flächig, sondern auch konzentriert über mehrere Wasserwegsamkeiten mit Schüttungen von mehr als 5 l/s. Auch hier wirkt der v.g. Einbau einer Spundwand bauwerkserhaltend während des Baues und bauwerkssichernd perspektivisch, weil durch das Belassen der Spundwand eine effektive Kolksicherung gegen Unterspülen des Wehres gegeben ist.

- Zur Wehrkörperstabilität: entgegen der angenommenen Bauweise wurde an der Bruchstelle und auch in den freigelegten Gründungen kein Steinverband in Form eines Mauerwerkes vorgefunden. Lediglich die Setzstufen sowie die Abdeckungen sind aus großformatigen Steinen hergestellt. Hierunter wurden vorhandene Schieferplatten und Schieferbruch, soweit wie jetzt sichtbar, hochkant eingebaut und der Verband ursprünglich im Sinne eines Pionierpflasters aus hochkant eingeschlagenen Schieferbruchsteinen durch Verkeilung hergestellt. Des Weiteren konnten die entsprechend der damaligen Wehrbauweise üblichen Ausfachungen, bestehend aus Rammpfählen und zimmermannsmäßigen Holzverbauen, nicht festgestellt werden.

Die v.g. Feststellungen erfordern eine begleitende Planung, durch welche ggf. Bauweisen, Gründungstiefen, Baubehelfe und Baukonstruktionen anzupassen sind. Grundsätzlich ist auch davon auszugehen, dass Mehraufwendungen und längere Bauzeiten erforderlich sind, um eine dauerhafte Gebrauchstauglichkeit des Bauwerkes zu gewährleisten.

07.11.2018

Dr. Lutz Baseler
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