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Hitzesommer und Rekorddürre 2018 in Thüringen

Der meteorologische Sommer (Juni-August) war im Flächenmittel für Thüringen der zweitwärmste, in Mittel- und Nordthüringen sogar der wärmste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In der Kategorie Niederschlag war es der niederschlagsärmste und damit trockenste Sommer seit Beginn der flächendeckenden Klimamessungen 1881!

Periode von April-August
Im Flächenmittel für Thüringen war der April 2018 mit 12,3 Grad Celsius der wärmste seit 1881 und damit um 5,5 Grad wärmer als das Mittel der Vergleichsperiode von 1961 bis 1990. Ihm folgte mit 15,3 Grad Celsius der zweitwärmste Mai, der sechstwärmste Juni mit 17,4 Grad Celsius, der drittwärmste Juli mit 20,0 Grad Celsius und mit 19,8 Grad Celsius der ebenfalls drittwärmste August. Betrachtet man die Temperaturabweichung des Gesamtzeitraums von April bis August (+ 3,8 Grad) so ist es die wärmste Periode “April-August“, die in den vergangenen 138 Jahren in Thüringen gemessen wurde.

Zusätzlich zu den signifikant zu hohen Temperaturen kam eine lang anhaltende Dürreperiode mit einem markanten Niederschlagsdefizit.
Gestartet war das Jahr mit einem noch deutlich zu niederschlagsreichen Januar. Im Februar dagegen fiel nur noch ein Fünftel des langjährigen mittleren Niederschlags. Dem folgte ein bezüglich der Niederschlagsmenge normaler Monat März. Seit April aber blieb die Niederschlagsbilanz durchgängig negativ. So fielen im Flächenmittel für Thüringen im April und Juli gerade etwas mehr als die Hälfte und im August nur 41 Prozent des sonst üblichen Monatsniederschlags.
Der Juni war der trockenste Monat mit nur 25 Prozent der durchschnittlichen Regenmenge.

Werden die fünf Monate von April bis August zusammengefasst, so ist es die niederschlagsärmste Periode „April-August“ seit 1881, in der nur gut die Hälfte (53 Prozent) des Mittelwertes an Regen fiel.

Auch schien im Freistaat von April bis August noch nie so lange die Sonne: 1.265 Sonnenstunden gab es im Flächenmittel. Das sind 331 Stunden mehr als im langjährigen Mittel.
Damit war der Zeitraum April bis August die sonnenreichste, wärmste und trockenste April-August-Periode im Flächenmittel für Thüringen seit Beginn der flächendeckenden Klimamessungen 1881.

Dabei sind innerhalb Thüringens durchaus noch regionale Unterschiede zu verzeichnen. So war beispielsweise der Zeitraum von April bis August in Artern noch heißer und noch trockener. Hier fiel nur gut ein Viertel des erwarteten Niederschlags (62 mm) und es war nochmal knapp um ein halbes Grad wärmer (+4,2 Grad).

Die hohen Temperaturen führten vielerorts auch zu neuen Rekordwerten bezüglich der Anzahl an Sommertagen (mindestens 25 Grad) und an Heißen Tagen (mindestens 30 Grad). So gab es alleine in Artern und Jena (Stand 03. September) über 80 Sommertage, von denen mehr als 30 Heiße Tage waren.

Meteorologischer Sommer 2018 (Juni-August)
Beschränkt man sich bei dem Betrachtungszeitraum auf den meteorologischen Sommer, von Juni bis August, so lag der im Flächenmittel für Thüringen mit 19,1 Grad Celsius knapp unter dem bisherigen Rekordwert des Hitzesommers 2003 (19,3 Grad Celsius) und war um 3,3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel zu warm. In Mittel- und Nordthüringen war der Sommer sogar noch wärmer als 2003 (z. B. Artern Sommer 2018: 20,8 Grad Celsius, bisheriger Rekord-Sommer 2003: 20,1 Grad Celsius, 30-jähriges Mittel 1961-1990: 17,0 Grad Celsius).
An den gemessenen Niederschlagswerten zeigt sich die Größenordnung der Dürreperiode jedoch noch deutlicher als im Zeitraum von April bis August. So fielen im Flächenmittel für Thüringen von Juni bis August gerade einmal 87 mm Niederschlag! Das sind nur 41 % des langjährigen Mittels! Der bisherige Tiefstwert aus dem Jahr 1911 wurde damit um 7 mm unterboten.

Der meteorologische Sommer 2018 brachte Thüringen 761 Sonnenstunden. Das ist im Vergleich mitden sonnenreichsten Sommern Platz drei hinter 1976 (776 Sonnenstunden) und 2003 (809 Sonnenstunden). Damit waren es aber 169 Stunden mehr als im langjährigen Mittel.


03.09.2018

Dr. Lutz Baseler
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