Medieninformation

Chrysopraswehr –
Stand der Arbeiten zur provisorischen Notsicherung

Die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) informiert zum aktuellen Stand der Wiederherstellung und Herstellung der Gewässerdurchgängigkeit am Chrysopraswehr in Bad Blankenburg.

Die TLUG hat gemäß den Zusagen von Frau Ministerin Siegesmund anlässlich des Ortstermins am 26.04.2017 seit dem Jahr 2017 die bauliche Umsetzung der provisorischen Notsicherung schnellstmöglich vorangetrieben und eine Umsetzung für den Sommer 2018 avisiert. Die vorgesehenen Arbeiten wurden, wie zugesichert, mit der Stadtverwaltung Bad Blankenburg abgestimmt. Der Entwurf der Planunterlagen wurde von der TLUG der Stadtverwaltung Bad Blankenburg am 14.02.2018 vorgestellt.
Mit Schreiben vom 15.03.2018 wurden die Planunterlagen den relevanten Behörden mit der Gelegenheit zur Stellungnahme bis zum 06.04.2018 vorgelegt. Die Stadtverwaltung Bad Blankenburg hat den Bürgerinitiativen die Planung der TLUG für die provisorische Notsicherung am 05.04.2018 vorgestellt.

Allerdings hat sich im Rahmen der ingenieurtechnischen Ausplanung herausgestellt, dass es für eine sinnvolle und nachhaltige Sicherung des Wehres umfangreicher Maßnahmen bedarf, die nicht mehr den Charakter kurzfristiger und im Rahmen der Gewässerunterhaltung durchführbarer Maßnahmen haben. Zu bedenken ist dabei auch, dass das Chrysopraswehr mit ca. 3,35 m eine nicht unerhebliche Bauwerkshöhe erreicht und die geplanten baulichen Sicherungsmaßnahmen im Bereich mit dem stärksten Abfluss erfolgen sollen.

Vor diesem Hintergrund ist die Durchführung eines geordneten wasserrechtlichen Genehmigungsverfahrens unumgänglich und so teilte am 20.03.2018 die Obere Wasserbehörde (OWB) im Thüringer Landesverwaltungsamt (TLVwA) der TLUG mit, dass die provisorische Notsicherung genehmigungspflichtig ist.

Nach Prüfung der von der TLUG vorgelegten Genehmigungsunterlagen wurde deutlich, dass für die nunmehr konkret vorgesehenen Sicherungsmaßnahmen die bereits auch im Vorfeld diskutierte Frage der Standsicherheit des aktuellen Baukörpers eine entscheidende Rolle spielt. Insoweit wurde die – im Bauwesen bei größeren Vorhaben durchgängig praktizierte – Bestätigung der in der TLUG-Genehmigungsplanung ausgeführten Standsicherheitsnachweise durch einen Prüfstatiker notwendig.
Die OWB teilte somit der TLUG am 25.04.2018 mit, dass die Genehmigung erst erteilt werden kann, wenn eine Prüfstatik nachgereicht wird.

Zum Zeitpunkt der Vorstellung der Planungen gegenüber der Stadtverwaltung Bad Blankenburg (am 14.02.2018) bzw. der Bürgerinitiativen (am 05.04.2018) war die TLUG somit noch davon ausgegangen, dass die Vorlage einer Prüfstatik für die provisorische Notsicherung nicht notwendig sei.

Aufgrund der vielfältig zu beachtenden Interessen haben OWB und TLUG mit dem beauftragten Planungsbüro das weitere Vorgehen zur provisorischen Notsicherung am 17.05.2018 in einem gemeinsamen Abstimmungsgespräch erörtert. Auf Grundlage der Ergebnisse hat die TLUG die Anforderungen an die Prüfstatik sowie die weiteren Grundlagenarbeiten zur nachhaltigen Sicherung des Chrysopraswehres festgelegt.

Die Prüfstatik wurde in der 29. KW 2018 in Auftrag gegeben. Der Bericht zur Prüfung des Nachweises der Standsicherheit ist am 27.07.2018 eingegangen und wurde der OWB vorgelegt. Aus Sicht des Prüfstatikers bestehen keine Bedenken gegen die Sanierung der Wehranlage nach den geprüften Unterlagen. Die Hinweise des Prüfstatikers werden in die Ausführungsplanung eingearbeitet.

Eine kurzfristige Genehmigungserteilung vorausgesetzt, wird die TLUG die Bauleistungen im Spätsommer 2018 ausschreiben, so dass ein Baubeginn im Herbst 2018 erfolgen könnte. Zu bedenken ist jedoch, dass mit Blick auf die aktuelle Baukonjunktur relevante Verzögerungen bei der Auftragsvergabe nicht ausgeschlossen sind.

Abschließend bittet die TLUG die Bevölkerung zu beachten , dass die untere Wasserbehörde des Kreises Saalfeld-Rudolstadt im Zuge der Gefahrenabwehr mit Allgemeinverfügung vom 26.06.2017 den Gemeingebrauch in der Schwarza und der beidseitigen Uferbereiche von 100 m oberhalb des Chrysopraswehrs bis zur ersten Straßenbrücke unterhalb des Wehres untersagt hat.
Das bedeutet, dass in dem genannten Bereich jede Nutzung sowie das Betreten der Wehranlage nicht gestattet ist. Die TLUG hat mit einer entsprechenden Beschilderung auf das Betretungsverbot hingewiesen. Die beiden Bürgerinitiativen werden vom Bürgermeister der Stadt Bad Blankenburg, Herrn George, über den aktuellen Sachstand unterrichtet.

03.08.2018

Dr. Lutz Baseler
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