Landesgesundheitskonferenz und Gesundheitsziele

Landesgesundheitskonferenz

In Thüringen wird seit Januar 2007 ein sehr intensiver Gesundheitszieleprozess unter Einbeziehung von Vertretern der Medizin, der Krankenkassen, der Apotheken, der Universitäten und Hochschulen, des Kultusbereichs, der Selbsthilfe, der Vereine und Verbände, verschiedener Ministerien und der kommunalen Spitzenverbände unter Moderation des Thüringer Sozialministeriums gestaltet.

Mit dem Regierungswechsel in Thüringen Ende des Jahres 2014 wurde seitens des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie das Ziel entwickelt, den Thüringer Gesundheitszieleprozess unter Beteiligung aller agierenden Akteure zu einer Landesgesundheitskonferenz weiter zu entwickeln. Am 7. April 2016 fand die konstituierende Sitzung der Landesgesundheitskonferenz statt.

Die Landesgesundheitskonferenz (LGK) agiert als institutionalisiertes Beschlussgremium für Gesundheitsziele und gesundheitspolitische Empfehlungen. Sie behandelt Fragen der gesundheitlichen Lebensbedingungen, der gesundheitlichen Versorgung und der gesundheitlichen Lage der Bevölkerung mit dem Ziel der Koordinierung und Vernetzung. In der LGK sind Leistungserbringer, Sozialversicherungsträger, Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, Institutionen der Wirtschaft und der Arbeitnehmer, die Selbsthilfe, Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge und des Patientenschutzes, Institutionen der Wissenschaft sowie Mitglieder der Landesregierung vertreten.

Die LGK Thüringen wird den bisherigen Gesundheitszieleprozess beinhalten. Es bieten sich jedoch erweiterte und verbindlichere Handlungsmöglichkeiten zur Maßnahmen- und Projektumsetzung aller beteiligten Partner. Durch die Etablierung einer LGK als ständige Institution und mit Fachveranstaltungen in Thüringen wird eine neue Kultur gemeinsamen Handelns im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention entwickelt, welche die Abstimmung und Zusammenarbeit der maßgeblichen Akteure in diesem Bereich verbessern und noch mehr am Bedarf ausrichten soll.

Die LGK berät zu folgenden Fragen:

  • Verbesserung der gesundheitlichen Lebensbedingungen in Thüringen sowie der gesundheitlichen Versorgung und der gesundheitlichen Lage der Bevölkerung 
  • Weiterentwicklung von Strukturen und Rahmenbedingungen, die Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung und die Krankenversorgung haben
  • Koordinierung der Zusammenarbeit von Akteuren 
  • Formulierung von Empfehlungen an die jeweiligen Akteure bei Bedarf
  • Stellungnahmen und Empfehlungen an die Gesundheitsberichterstattung
  • Empfehlungen für gesundheitspolitische Ziele an die Landesregierung Thüringens
  • Anregungen zur Ausgestaltung der Landesrahmenvereinbarung 
  • Selbstverpflichtung der Mitglieder der LGK  

Gesundheitsziele  

Im Rahmen der 2. Landesgesundheitskonferenz am 17. November 2016 wurde die Überführung der fünf Thüringer Gesundheitsziele in aggregierte Zielbereiche beschlossen. Die neuen Zielbereiche orientieren sich an den Lebensphasen 

  • „Gesund aufwachsen“
  • „Gesund leben und arbeiten“ 
  • „Gesund alt werden“

Die Weiterentwicklung der Arbeit der Landesgesundheitskonferenz auf Basis der Evaluation der Thüringer Gesundheitsziele soll im Rahmen eines 2-stufigen Verfahrens erfolgen. Zunächst soll auf der strategischen Ebene ein Zielesystem für die drei neu eingerichteten Zielebereiche formuliert werden. Auftrag der Strategiegruppen ist es zunächst, den Mitgliedern der Landesgesundheitskonferenz bis zur 3. Konferenz im Herbst 2017 konkrete Vorschläge für ein Zielesystem in den 3 Zielbereichen zu unterbreiten. 

Aufbauend auf dem zu erarbeitenden Zielesystem sind in einem weiteren Schritt Strategien zur Umsetzung zu formulieren, die den Ausgangspunkt für die weitere Arbeit in der Landesgesundheitskonferenz bilden können. Für die Entwicklung dieser Strategiepapiere können die Strategiearbeitsgruppen zusätzliche Arbeitsgruppen einrichten.

Jahresthema

Im Rahmen der Landesgesundheitskonferenz werden Jahresthemen vereinbart. Das jeweilige Thema soll eine hohe Schnittmenge zu den Arbeitsbereichen der Mitglieder der Landesgesundheitskonferenz aufweisen, gleichermaßen aber auch gesundheitspolitisch relevant sein. Mit Hilfe des benannten Jahresthemas sollen die Aktivitäten der Mitglieder gebündelt und vor allem an die (Fach-)Öffentlichkeit transportiert werden. Das Jahresthema der Landesgesundheitskonferenz kann so u.a. im Rahmen der geplanten Bürgerforen aufgegriffen werden. Neben der strategischen Neuausrichtung der Gesundheitszielbereiche ergeben sich über das jeweilige Jahresthema konkrete praktische Anknüpfungspunkte zu den Aktivitäten der Mitglieder der Landesgesundheitskonferenz. Die Landesgesundheitskonferenz erhält so ein „Gesicht“ nach außen. 

Das Jahresthema 2017 ist Diabetes.  

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