Ratgeber Freizeitjobs

Lehrling mit Schraubstock, Bild: SPÖ Landtagsklub / pixelio.de
Lehrling mit Schraubstock, Bild: SPÖ Landtagsklub / pixelio.de

Freizeitjobs für Schülerinnen und Schüler - Was ist erlaubt?

Jährlich mit Beginn der Ferien stellt sich für viele Schüler und Eltern die Frage, welche Jobs sind für Schüler (Kinder/Jugendliche) überhaupt erlaubt, um das Taschengeld etwas aufzubessern.

Hierbei sind u.a. Arbeitsschutzbestimmungen zu beachten, da Kinder und Jugendliche einen besonderen Anspruch auf Schutz und Fürsorge durch die Familie und die Gesellschaft haben. Ein wichtiges Anliegen im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG) ist der Schutz vor unzulässiger Kinderarbeit.

Allgemeine Regelungen

Das Jugendarbeitsschutzgesetz schützt junge Menschen unter 18 Jahren. Es besteht ein Unterschied zwischen Kindern und Jugendlichen. Wer noch keine 15 Jahre alt ist, gilt vor dem Gesetz als Kind. Wer zwischen 15 und 18 Jahren alt ist, ist Jugendlicher.

Schülerinnen und Schüler dürfen während der Ferien eine Beschäftigung aufnehmen, wenn sie mindestens 15 Jahre alt sind.

Besonderheit: Während der Absolvierung der Vollzeitschulpflicht stellt das JArbSchG Schülerinnen und Schüler unter den besonderen Schutz der gesetzlichen Vorschriften für Kinder (Kinderarbeitsschutzverordnung).

Die Vollzeitschulpflicht beträgt in Thüringen 10 Schuljahre gemäß Thüringer Schulgesetz.

Grundsätzlich gilt: Für Jugendliche, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen ist die Ferienarbeit auf vier Wochen im Kalenderjahr begrenzt und darf insgesamt höchstens 20 Ferientage betragen. Arbeitszeiten bei verschiedenen Arbeitgebern sind zu addieren.

Beispiel:
Ein 16jähriger Junge, der 9 Schuljahre absolviert hat, darf während der Ferien für höchstens 4 Wochen arbeiten. Zwar ist er als 16jähriger bereits Jugendlicher. Da er noch der Vollzeitschulpflicht unterliegt, sind für ihn die gesetzlichen Vorschriften für Kinder einschlägig (s. § 5 Abs. 4 JArbSchG).

Was hat der Arbeitgeber zu beachten?

Vor Beginn der Beschäftigung muss der Arbeitgeber die Schülerinnen und Schüler über die möglichen Unfall- und Gesundheitsgefahren und deren Verhinderung am Arbeitsplatz unterweisen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Arbeitsplatz und die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Schülerinnen und Schüler bei ihrer Tätigkeit vor gesundheitlichen Gefahren geschützt sind.

Das vorliegende Faltblatt gibt weitere Auskünfte und Informationen für Arbeitgeber, Eltern und Jugendliche.

Ratgeber Freizeitjobs für Schülerinnen und Schüler (77.1 kB)
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