Ziel und Ergebnisse der Arbeitsmarktpolitik

Aktuelles

Am Mittwoch, den 8. November 2017 fand von 9.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr im congress centrum neue weimarhalle eine Arbeitsmarktkonferenz des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) statt. Sie stand unter dem Motto

„Arbeit der Zukunft in Thüringen- den Wandel gestalten".     

Nach Einführungsreferaten am Vormittag, wurden am Nachmittag zeitgleich vier Fachforen angeboten. Die Veranstaltung wurde zahlreich besucht und mit großem Interesse wahrgenommen.

Die entsprechende Tagesordnung finden Sie unter diesem Link.


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Ziel der Arbeitsmarktpolitik

Ziel einer aktiven Arbeitsmarktpolitik ist es, zum Erhalt vorhandener Arbeitsplätze beizutragen und die Entstehung neuer Stellen zu unterstützen. Durch geeignete Fördermaßnahmen sollen möglichst langfristige und nachhaltige Beschäftigungseffekte erzielt werden.

Die Arbeitsmarkt- und Berufsbildungspolitik in Thüringen soll dabei zwei wesentlichen Ansprüchen folgen:

  1. Sie soll integrativ wirken und sozial gestalten. Das heißt, vermeintlich leistungsschwache, benachteiligte oder behinderte Menschen sind an den Arbeitsmarkt heranzuführen und möglichst in reguläre Beschäftigung zu bringen. Auch für ältere Erwerbsfähige, Langzeitarbeitslose, junge Menschen ohne Schulabschluss sowie Ausbildungs- und Studienabbrecher ist eine berufliche Integration anzustreben. Arbeitsmarktpolitik darf nicht Verwaltung und Alimentierung der Betroffenen bedeuten, sondern sie soll einen sozialen und solidarischen Ansatz verfolgen.
     
  2. Zeitgemäße Arbeitsmarktpolitik muss sich auf der anderen Seite ökonomischen Herausforderungen stellen, insbesondere denen, die sich im Zuge des demographischen Wandels und der Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylsuchenden für den Thüringer Arbeitsmarkt und damit für die Deckung des Fachkräftebedarfs der Thüringer Unternehmen abzeichnen. Qualifizierung sowie Aus- und Weiterbildung sind Kernthemen der Fachkräftesicherung.

Der Arbeitsmarkt wird in den kommenden Jahren von den Auswirkungen des demografischen Wandels beeinflusst. Regional unterschiedlich kann es künftig zu einer Verschiebung und wachsenden Differenz zwischen Fachkräfteangebot und -nachfrage kommen. Zur Deckung des Fachkräftebedarfs der Thüringer Wirtschaft wird neben der Aktivierung inländischer Potentiale und Ressourcen künftig auch immer mehr der Einsatz ausländischer Fachkräfte relevant. Um rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Fachkräftesicherung und -gewinnung ergreifen zu können, werden die Auswirkungen der demographischen Entwicklung in Thüringen in regelmäßig durchgeführten Fachkräftestudien analysiert. Mit der im März 2016 ins Leben gerufenen neuen Thüringer Allianz für Berufsbildung und Fachkräfteentwicklung werden gemeinsam mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern, der Bundesagentur für Arbeit, den Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern und der LIGA der freien Wohlfahrtspflege dahingehende Lösungsansätze entwickelt und umgesetzt.  

Auf Basis der Ergebnisse der „Fachkräftestudie Trendatlas“ prognostiziert die Studie „Fachkräfteperspektive Thüringen 2025“ den zukünftigen Fachkräftebedarf bis zum Jahr 2025 mit rund 280.000 Personen.

Neben der speziellen Betrachtung der drei Wirtschaftsbereiche „Verarbeitendes Gewerbe“, „Unternehmensnahe Dienstleistungen“ und „Gesundheits- und Sozialwesen“ wurde der Fokus auf die Thüringer Raumordnungsregionen und ihren jeweiligen Bedarf an Fach- und Arbeitskräften gelegt.

Thüringer Allianz für Berufsbildung und Fachkräfteentwicklung (252.9 kB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

Fachkräftesicherung durch Gute Arbeit.
Rahmenbedingungen und Zukunftsperspektiven in der Pflege in Thüringen.

Gemeinsame Erklärung - Willkommenskultur in Thüringen (3.1 MB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

Fachkräfteperspektive Thüringen 2025.

Fachkräftestudie Trendatlas 2013 Langfassung (2.4 MB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

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