05.02.2019
Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Medieninformation 025

Arbeitsministerin Werner stellt Thüringer Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit vor

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), hat heute auf der Regierungsmedienkonferenz in Erfurt die Thüringer Ergebnisse des DGB-Index Gute Arbeit vorgestellt und über ausgewählte Aspekte informiert. Für die Studie wurden im Auftrag des DGB deutschlandweit 4.000 Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen, Lebensumständen und zu ihrer gesundheitlichen Situation befragt. Eine durch das Thüringer Arbeitsministerium beauftragte Aufstockungsstichprobe erlaubt genaue Aussagen über die Arbeitsbedingungen im Freistaat.

Arbeits- und Sozialministerin Heike Werner sagte: „Thüringen hat in den letzten Jahren vom Aufschwung bei der Beschäftigung und teilweise auch der Entlohnung profitiert. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in den Antworten der befragten Thüringerinnen und Thüringer wider. Gut neun von zehn Befragten sind der Meinung, dass Thüringen ein sehr lebenswertes Bundesland sei. Darüber hinaus geben mehr als zwei Drittel der Befragten an, dass sie den Freistaat als einen guten Standort für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betrachten. Ein ähnlich hoher Anteil ist der Meinung, dass sich die Beschäftigungssituation im Freistaat in letzter Zeit spürbar verbessert habe. Die derzeit positive wirtschaftliche Situation wird also von einer zunehmenden Zahl der Befragten wahrgenommen. Verglichen mit den zurückliegenden Befragungen haben sich die Zustimmungswerte zum Teil deutlich verbessert.“

Laut Werner wird zudem deutlich, dass die Befragten nicht nur die positiven Trends, sondern auch bestehende Defizite genau einschätzen können. „Die Menschen sind sich der noch immer bestehenden Unterschiede zwischen Ost und West deutlich bewusst. So stimmen mehr als drei Viertel der Befragten der Aussage zu, dass ihr Einkommen deutlich unter dem liegt, was sie in Westdeutschland verdienen könnten. Positive Entwicklungen sowie bestehender Aufholbedarf auf dem Arbeitsmarkt und der Entlohnung halten sich also in etwa die Waage“, sagte Heike Werner.

Nach Auffassung der Thüringer Arbeitsministerin ergibt sich aus der Betrachtung der Befragungsergebnisse zur Arbeitsqualität ein nüchterneres Bild. „Thüringer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehen sich häufiger Belastungen wie Schichtarbeit, Arbeit an den Wochenenden, schwerer körperlicher Arbeit oder hohen emotionalen Anforderungen ausgesetzt. Alle untersuchten Belastungsursachen treten in Thüringen häufiger auf als im deutschen Durchschnitt. Auch der Anteil derjenigen Thüringer Beschäftigten, die sich dadurch belastet fühlen, ist stets höher als im Rest der Republik. Gleichzeitig bewerten sie ihre finanzielle Situation in der Gegenwart aber auch in der Zukunft schlechter als die Befragten im Rest Deutschlands“, sagte Heike Werner.

Für Werner gibt es mit Blick auf die Arbeitsbedingungen und das Lohnniveau in Thüringen noch viel Luft nach oben. „In vergangenen Jahren ist es zwar gelungen, die Qualität der Arbeit der Thüringerinnen und Thüringer teils deutlich zu verbessern. Aber sind noch lange nicht am Ziel angelangt. Denn noch immer berichten mehr als ein Viertel aller Beschäftigten in Thüringen von „Schlechter Arbeit“ und ein weiteres Drittel geht einer Arbeit mit einer Arbeitsqualität „im unteren Mittelfeld“ nach. Dabei sind in erster Linie die Arbeitgeber gefragt. Sie müssen noch stärker in eine bessere Arbeitsqualität ihrer Belegschaften investieren, um auch zukünftig genügend Fachkräfte für ihren Betrieb zu gewinnen und diese zu halten“, sagte Heike Werner.

Hintergrund:
Seit dem Jahr 2007 befragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Auftrag des DGB Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen, Lebensumständen und zu ihrer gesundheitlichen Situation und berechnen anschließend den Index „Gute Arbeit“. Diese repräsentative Erhebung umfasst deutschlandweit etwa 4.000 Beschäftigte aus allen Branchen, Regionen, Einkommensklassen und Altersgruppen.
In Thüringen wurde in diesem Zusammen zum vierten Mal seit 2011 eine sogenannte Aufstockungsstichprobe in Auftrag gegeben, die es erlaubt, genaue Aussagen über die Arbeitsbedingungen im Freistaat zu treffen. Dadurch ist es auch möglich, zu erkennen, wie sich die Arbeitsqualität hierzulande im Zeitverlauf verändert hat. Diese Veränderungen können mit den statistischen Daten des Arbeitsmarktes und der Thüringer Wirtschaft verglichen werden.

Der vollständige Bericht ist als Download im Internet zu finden unter: https://www.thueringen.de/mam/th7/tmsfg/arbeit/dgb-index_gute_arbeit_2018.pdf

05.02.2019

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