01.02.2019
Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Medieninformation 020

Weltkrebstag: Krebsprävention und Krebsfrüherkennung besser nutzen

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), hat des Weltkrebstages am 4. Februar aufgerufen, Möglichkeiten der Krebsprävention und der Krebsfrüherkennung besser zu nutzen. Nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) ist die Zahl der von Krebs betroffenen Menschen in Thüringen nach wie vor hoch, die Entwicklung der Überlebensraten allerdings positiv.

Gesundheitsministerin Heike Werner sagte: „Bessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bei Krebs führen zu immer längeren Überlebenszeiten. Der wichtigste Prognosefaktor für den Verlauf einer Krebserkrankung ist das Stadium, in dem der Krebs diagnostiziert und behandelt wird. Frühzeitig erkannt, beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate bei vielen Krebsarten beinahe 100 Prozent. Ich rufe daher dazu auf, die in Thüringen hervorragenden Möglichkeiten der Krebsprävention und der Krebsfrüherkennung besser zu nutzen.“

Aktuelle Daten des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) zu Krebs in Thüringen:

- Im Jahr 2018 erkrankten in Thüringen laut Schätzungen des GKR ungefähr 8.500 Männer und 6.400 Frauen an Krebs (ohne „weißen“ Hautkrebs).

- Die häufigsten Krebserkrankungen bei Männern sind Tumoren an Prostata, Lunge und Darm. Bei Frauen sind es Brustdrüse, Darm und Lunge. Zusammen haben diese Krebserkrankungen sowohl bei Männern als auch bei Frauen einen Anteil von rund 50 Prozent an allen Krebserkrankungen.

- Inzwischen überleben in Thüringen etwa 59 Prozent der männlichen und 64 Prozent der weiblichen Krebspatienten ihre Krebserkrankung mindestens fünf Jahre. Ende der 1980er Jahre waren es lediglich 27 Prozent aller Männer und 41 Prozent aller Frauen.

- Von den häufigsten Krebserkrankungen haben Prostata- und Brustkrebs eine gute Prognose. Es überleben 91 Prozent der Prostatakrebspatienten und 87 Prozent der Brustkrebspatientinnen mindestens 5 Jahre, da diese Tumoren heute oft in einem frühen Stadium erkannt werden. Damit hat sich die Überlebensrate bei Tumoren der weiblichen Brust seit Ende der 80er Jahre um 35 Prozent gesteigert und bei Prostatakrebs sogar verdoppelt.

- Eine schlechte Prognose hat Lungenkrebs. Da diese Tumoren oft erst in einem späten Stadium diagnostiziert werden, sind es hier nur 17 Prozent der männlichen und 26 Prozent der weiblichen Patienten, die 5 Jahre überleben.

Ausführliche Informationen zu den häufigsten Krebserkrankungen in Thüringen können dem kürzlich erschienenen Landesbericht „Krebs in Thüringen 2014-2015“ entnommen werden. Detaillierte Tabellen und Grafiken zu Neuerkrankungen, Sterbefällen und Überlebensraten sowie Alters- und Stadienverteilungen werden dargestellt. Darüber hinaus enthält der Bericht Angaben zum Krebsgeschehen in den einzelnen kreisfreien Städten und Landkreisen Thüringens. Der Bericht kann auf der Internetseite des Gemeinsamen Krebsregisters www.krebsregister.berlin.de heruntergeladen werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Leiter des Gemeinsamen Krebsregisters Roland Stabenow (Tel: 030/565 81 101, E-Mail: roland.stabenow{at}gkr.berlin{punkt}de).

Hintergrund:
Der Weltkrebstag findet jährlich am 4. Februar statt. Der Aktionstag wurde 2006 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitinitiiert, um auf die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen aufmerksam zu machen. In diesem Jahr lautet das Motto „Ich bin und ich werde“.

Das Gemeinsame Krebsregister (GKR) ist das bevölkerungsbezogene Krebsregister für die neuen Bundesländer und Berlin. Hauptaufgabe ist die Registrierung aller im Einzugsgebiet auftretenden Krebsneuerkrankungen und deren statistische Auswertung. Es hat seinen Sitz in Berlin und wird als nachgeordnete Einrichtung bei der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Berlin geführt. An der Führung des GKR wirken die beteiligten Länder durch einen Verwaltungsausschuss mit, dem je ein Vertreter der obersten Gesundheitsbehörde angehört.

01.02.2019

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