17.01.2019
Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Medieninformation 006/2019

Gesundheitsministerin Heike Werner: Hilfen für psychisch erkrankte Menschen müssen weiter verbessert werden

Mit einem Fachtag des Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie „Zwangsreduzierung und Zwangsvermeidung in der stationären psychiatrischen Behandlung in Thüringen“ sei es gelungen, die relevanten Akteure in Thüringen für das Thema zu sensibilisieren und einen Diskussionsprozess zu initiieren. Darauf verweist Ministerin Heike Werner (DIE LINKE) in Erfurt.

Gesundheitsministerin Werner sagte: „Hochkarätige Referentinnen und Referenten haben das sensible Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln sowohl mit fachlicher wissenschaftlicher Expertise als auch mit eigenen Erfahrungen aus der Sicht der Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen, des Richters, der Pflegefachkraft oder des Arztes beleuchtet. Es ist deutlich geworden, dass in der psychiatrischen Versorgung in Bezug auf Zwangsvermeidung und -reduzierung in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte und Verbesserungen erzielt werden konnten. Gleichwohl bedarf es einer kontinuierlichen Diskussion und stetiger Hinterfragung gewohnter Verfahren, um zu einer psychiatrischen Versorgung zu gelangen, die sich dem Ideal der Zwangsfreiheit weiter verschreibt und dessen Verwirklichung anstrebt. Trotz Personalbedarfs und fehlendem Nachwuches auch und vor allem im ehrenamtlichen Bereich müssen die Hilfen für psychisch erkrankte Menschen verbessert werden, insbesondere durch ein aktives Miteinander sowie eine gleichberechtigte Kommunikation der von einer psychischen Erkrankung betroffenen Menschen, ihrer Angehörigen sowie der psychiatrischen Fachleute. Ein wichtiger Ansatz ist zudem die künftige Einbindung von Genesungsbegleitern.“

Hintergrund
Der Fachtag Ende 2018 stellte eine Maßnahme aus dem Maßnahmeplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention der Thüringer Landesregierung dar und war zudem thematisch in den Kontext des neuen Behandlungsansatzes „Zwang vermeiden“ im Thüringer Gesetz zur Hilfe und Unterbringung psychisch kranker Menschen (ThürPsychKG) eingebunden.
Zu den Referentinnen und Referenten zählten Margret Osterfeld (Mitglied im Unterausschuss der UN zur Prävention von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe), Christian Zechert (bis Mitte 2018 Mitglied des Vorstandes im Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker), Prof. Dr. Karl H. Beine (Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des St. Marien-Hospitals Hamm), André Nienaber (wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FH der Diakonie gemeinnützige GmbH Bielefeld), Uwe Jaekel (Betreuungsrichter am Amtsgericht Mühlhausen) und Dr. Ulrich Kastner (Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik II der HELIOS Fachkliniken Hildburghausen).

17.01.2019

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