27.12.2018
Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Medieninformation 275

Durch öffentlich geförderte Beschäftigung Teilhabe für Menschen im SGB II-Langzeitleistungsbezug

Auch wenn die Anzahl der erwerbsfähigen Menschen in Thüringen, die zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) angewiesen sind, stetig zurück geht, gibt es immer noch eine hohe Zahl von Erwerbsfähiger, die bereits seit Inkrafttreten des SGB II auf die Leistungen dieses Grundsicherungssystems angewiesen sind. Darauf macht die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE) aufmerksam.

Im April 2006 bezogen im Freistaat 225.500 erwerbsfähige Leistungsberechtigte Leistungen nach dem SGB II. Aktuell sind es noch 97.438 Personen (November 2018), 10.114 weniger als im Vorjahresmonat.

Gleichwohl sind in Thüringen 14.400 erwerbsfähige Personen seit 2005 Leistungsbezieher/-in im SGB II. Das sind etwa 14 Prozent aller Leistungsbezieher/-innen. Besonders hoch ist der Anteil in der Personengruppe der Älteren (55 Jahre und älter), hier beträgt der Anteil 28,6 Prozent (6.100 erwerbsfähige Leistungsberechtigte). Die entsprechenden Anteile liegen in Thüringen aber unter dem Durchschnitt in Ostdeutschland, wo 15,1 Prozent aller Bezieherin/-innen bereits seit 2005 im Leistungsbezug sind. In Westdeutschland liegt diese Quote bei 9,6 Prozent.

Arbeitsministerin Heike Werner sagte dazu: „Diese Daten unterstreichen die Notwendigkeit von öffentlich geförderter Beschäftigung, wie sie mit unserem Programm „Öffentlich geförderte Beschäftigung und gemeinwohlorientierte Arbeit in Thüringen“ angeboten wird. Mit dem Programm wurde seit Herbst 2015 schon über 1.300 langzeitarbeitslosen oder eben im Langzeitleistungsbezug stehenden Menschen durch öffentlich geförderte Beschäftigung eine Teilhabe am Arbeitsleben und damit auch soziale Teilhabe eröffnet. Es bedarf hier weiterer und verstärkter Anstrengungen, um diese Menschen zu erreichen und zu unterstützen. Ich begrüße deshalb, dass der Bund mit dem Teilhabechancengesetz nunmehr entsprechende Fördermöglichkeiten auch im SGB II verankert, das zum 1. Januar 2019 in Kraft treten soll. Es ist Thüringen hier gelungen, im Gesetzgebungsverfahren wichtige Veränderungen zu erreichen. Auch wenn bei diesem Gesetz immer noch deutlicher Verbesserungsbedarf besteht, so ist es doch ein Schritt in die richtige Richtung.“

27.12.2018

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