08.07.2018
Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Medieninformation 135/2018

Arbeitsministerin Werner: Praxisnahe duale Ausbildung verbessert die Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), hat für die praxisnahe duale Ausbildung in Thüringen geworben. Am 13. August beginnt das neue Ausbildungsjahr 2018/2019.

Arbeitsministerin Heike Werner sagte: „Junge Menschen haben aktuell top Chancen, eine betriebliche Ausbildung in Thüringen zu bekommen und danach als Fachkräfte in hiesigen Unternehmen weiterbeschäftigt zu werden. Die bildungspolitischen Herausforderungen haben sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Herrschten vor einigen Jahren noch akuter Ausbildungsplatzmangel und ein Überangebot an potentiellen Auszubildenden, steht heute ein Überangebot an Ausbildungsstellen einem Mangel an Auszubildenden gegenüber. Hinzu kommt, dass es häufig Unterschiede im Anforderungsprofil zwischen den freien Ausbildungsstellen und den unvermittelten Bewerbern gibt, die schwierig aufzulösen sind. Aber auch diese Hürden sind nicht unüberwindbar. Eine abgeschlossene Berufsausbildung erhöht jedenfalls die Chancen, erfolgreich ins Berufsleben einzusteigen.“

Der Arbeitsmarkt in Thüringen bietet nach Ansicht von Arbeitsministerin Werner nach wie vor gute Perspektiven. „Erstmals sind hierzulande weniger als 60.000 Menschen ohne Job. Zunehmend zeigt sich auch, dass nicht mehr das Alter, sondern der fehlende Berufsabschluss zum Risikofaktor Nummer 1 wird. Jeder dritte Arbeitslose verfügt nicht über einen Berufsabschluss. Weiterhin ist die Arbeitslosenquote bei Akademikern und Fachkräften deutlich niedriger als bei allen anderen Erwerbspersonen. Daher gilt es weiterhin, junge Menschen mit einer qualitativ hochwertigen Ausbildung zu versorgen“, sagte Heike Werner.

Laut Werner werden die Rahmenbedingungen für die duale Ausbildung und deren Qualität durch verschiedene Maßnahmen der Landesregierung weiter verbessert. „Ziel ist es, die zahlreichen unbesetzten Ausbildungsstellen, die Vielzahl Jugendlicher ohne Berufsabschluss sowie die hohen Vertragslösungsquoten zu reduzieren. So ergänzen verschiedene Lehrgänge die betriebliche Ausbildung. Das trägt nicht nur zur Ausbildungsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen bei, sondern sie stellen in einigen Fällen sogar erst deren Ausbildungsbereitschaft her. Individuelle Betreuung während der Ausbildung gibt auch lernbeeinträchtigten und sozial benachteiligten Jugendlichen die Gelegenheit, eine betriebliche Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Durch den rasant steigenden Fachkräftebedarf sind wir darauf angewiesen, auch Leistungsschwächere sowie Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt zu integrieren und ihnen dauerhafte Möglichkeiten auf berufliche und soziale Teilhabe zu geben“, sagte Heike Werner.

Hintergrund:
Die duale Ausbildung ist ein System der Berufsausbildung, das zwei Lernorten erfolgt, dem Betrieb und der Berufsschule. Ende Juni 2018 betrug die Anzahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeter Bewerber 9.407, davon waren noch 3.387 unversorgt. 12.642 Stellen wurden gemeldet, 6.481 waren noch unbesetzt.
Bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GFAW) sind wieder zahlreiche Anträge zur Förderung von überbetrieblichen Lehrgängen eingegangen. 2017 wurde die berufliche Erstausbildung mit rund 7,3 Mio. Euro (6,3 Mio. ESF- und 1 Mio. Euro Landesmittel) unterstützt. Damit konnten 4.300 Thüringer Jugendliche, davon 880 Frauen (20,5 Prozent), an überbetrieblichen Lehrgängen teilnehmen.
2018 steht ein ähnliches Fördervolumen zur Verfügung. Rund. 2,5 Mio. Euro (ESF) fließen in die Förderung überbetrieblicher Lehrunterweisungen im Handwerk mit ca. 1.400 Teilnehmern, davon 270 Frauen (19,3 Prozent). Etwa 4,7 Mio. Euro (3,7 Mio. ESF- und 1 Mio. Euro Landesmittel) werden für überbetriebliche Ergänzungslehrgänge und Lehrgänge für Zusatzqualifikationen zur Vermittlung digitaler Kompetenzen bereitgestellt. Branchenspezifische Lehrgänge sollen die Auszubildenden auf die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt vorbereiten und ihnen die notwendigen Kenntnisse vermitteln.
Projekte zur Vorbereitung förderungsbedürftiger junger Menschen auf eine betriebliche Ausbildung und Begleitung während der Ausbildung werden mit 160.000 Euro (130.000 ESF- und 30.000 Euro Landesmittel) gefördert.

08.07.2018

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