21.12.2017
Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Medieninformation 290

Thüringer Tierschutzpreis wird um die Kategorie „Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen“ erweitert

Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (DIE LINKE), hat die Richtlinie für den Thüringer Tierschutzpreis geändert. Künftig werden auch Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet, die geeignete Alternativen zu Tierversuchen entwickeln. Zu diesem Zweck wurde im Haushalt der Titel für den Tierschutzpreis auf 12.000 Euro aufgestockt. Mit der Erweiterung wird eine Forderung aus dem rot-rot-grünen Koalitionsvertrag umgesetzt.

Sozialministerin Heike Werner sagte: „Ziel der Landesregierung ist ein nachhaltiger und konsequenter Tierschutz. Dazu gehört die Verbesserung der Bedingungen für Versuchstiere und der Verzicht auf Tierversuche, wenn das wissenschaftlich möglich ist. Die Erweiterung des Thüringer Tierschutzpreises um die Kategorie der Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen ist deshalb folgerichtig und überfällig. Von dem neuen Forschungspreis erwarte ich wichtige Impulse.“

In der neuen Kategorie sollen innovative, zukunftsweisende Methoden ausgezeichnet werden, die dem ethischen Prinzip des „3R“ folgen: Tierversuche vermeiden (Replace), die Zahl der Versuchstiere in den Versuchen verringern (Reduce), deren Leiden auf das unerlässliche Maß beschränken (Refine). Mit der Europäischen Richtlinie 2010/63/EU zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere hat das „3R“-Prinzip im Jahr 2010 gesetzliche Anerkennung gefunden.

Beim Thüringer Tierschutzpreis werden auf dieser Basis künftig wissenschaftliche Arbeiten einbezogen, die einen Beitrag dazu leisten, Tierversuche zu ersetzen oder zu minimieren. Preiswürdig sind auch Ansätze zur Verbesserung der Bedingungen von Tierversuchen durch die Verringerung von Schmerzen, Leiden oder Schäden der Versuchstiere sowie der Verbesserung von deren Haltungsbedingungen. Die praktische Anwendbarkeit der wissenschaftlichen Methoden muss jeweils gegeben sein.

Hintergrund
Der Thüringer Tierschutzpreis wird bisher jährlich in den Bereichen „karitativer Tierschutz“ und „artgerechte Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere“ verliehen. Mit der geänderten Richtlinie kommt im zweijährigen Turnus der Bereich „Entwicklung von geeigneten Alternativmethoden zu Tierversuchen“ in Form eines Forschungspreises hinzu. Dieser Forschungspreis wird erstmals 2019 verliehen.
Für die Auszeichnung mit dem Thüringer Tierschutzpreis können natürliche und juristische Personen vorgeschlagen werden. Der Beirat für Tierschutz prüft und bewertet die Vorschläge und unterbreitet dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie einen Vorschlag zur Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger. Die Auszeichnung und die Vorstellung der Arbeit der jeweiligen Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt traditionell anlässlich des Welttierschutztages Anfang Oktober.
Die erweiterte Richtlinie tritt zum 1.1.2018 in Kraft.

21.12.2017

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