Neuartiges Bornavirus bei Bunthörnchen nachgewiesen

Bunthörnchen

Zwischen 2011 und 2013 erkrankten drei Züchter von Bunthörnchen aus Sachsen-Anhalt an einer Hirnhautentzündung und sind an deren Folgen verstorben. Umfangreiche Untersuchungen am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) lieferten zunächst keinen Hinweis auf mögliche infektiöse Krankheitsursachen. Wissenschaftlern des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) am Standort Insel Riems ist bei der genetischen Analyse von Organproben eines Bunthörnchens der Nachweis von Sequenzinformationen gelungen, die auf das Vorkommen eines neuartigen Bornavirus hindeuten. Dieses Virus konnte auch in Gehirnproben der verstorbenen Patienten nachgewiesen werden. Der Übertragungsweg ist bisher unbekannt, Biss- oder Kratzverletzungen erscheinen jedoch als eine wahrscheinliche Möglichkeit.

Nach den bisherigen Erkenntnissen unterscheidet sich das neue Virus deutlich von den bisher bekannten Bornaviren. Für weitere Untersuchungen wurden am FLI molekularbiologische und serologische Testverfahren zum Virusnachweis entwickelt, welche nun zur Verfügung stehen.

Bis zum Vorliegen weiterer Erkenntnisse sollte vorbeugend der direkte Kontakt zu Bunthörnchen vermieden werden. Bei kranken oder mit unklarer Ursache verstorbenen Bunthörnchen sollten Tierhalter ihren Tierarzt oder das zuständige Veterinäramt informieren, diese können die weiteren Untersuchungen veranlassen. Die Tierkörper können direkt an das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV), Abteilung Veterinäruntersuchung eingesandt werden.

Basierend auf neueren Untersuchungen empfiehlt das FLI zur Untersuchung von lebenden Bunthörnchen die Einsendung von Maultupfern. Zur weiteren Absicherung der Diagnose kann (soweit möglich) EDTA-Blut für die serologische Untersuchung eingesandt werden.

Bei den Einsendungen ist darauf zu achten, dass das Probenmaterial möglichst mit Handschuhen angefasst und in einem auslaufsicheren Behälter verstaut werden. Eine zweite Umverpackung und einen vollständig ausgefüllten Untersuchungsauftrag, mit Vorbericht und Angaben zur Herkunft des Tieres, fügen Sie der Einsendung bitte bei. Bei der Einsendung von Tupfer- oder Blutproben sind die beprobten Tiere eineindeutig zu kennzeichnen, um die Ergebniszuordnung zu gewährleisten.

Sollten Tiere positiv getestet werden, so sind diese aus dem Bestand zu entfernen. Der übrige Bestand sollte im Abstand von 4 Wochen nachuntersucht werden.

Die offizielle Mitteilung des FLI finden Sie hier.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz
Abteilung Veterinäruntersuchung
Tennstedter Straße 8/9
99947 Bad Langensalza
0361 37743 520 (Herr Bock) oder
0361 37743 525 (Frau Dr. Manteufel)

Neues Bornavirus bei Bunthörnchen entdeckt - möglicher Zusammenhang mit Infektionen bei Menschen
Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI)

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