Thüringer Arbeitsschutzpreis "Johannes Bube"

Der Thüringer Arbeitsschutzpreis wird vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie alle zwei Jahre verliehen. Geehrt werden Unternehmen und Institutionen in Thüringen, die für den Arbeits- und Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit innovativen Ideen und Lösungen einen wesentlichen Beitrag geleistet haben.

Am Wettberwerb für 2019 beteiligten sich 12 Unternehmen. Folgende Thüringer Unternehmen erhielten am 15.April 2019 die Ehrung mit dem Thüringer Arbeitsschutzpreis "Johannes Bube" aus den Händen von Sozialministerin Heike Werner.

  • Deuna Zement GmbH, Standort Deuna (Maßnahme: Absturzsicherung Kugelmühlen),
  • Dresdner Kühlanlagenbau GmbH, Standorte in Thüringen Erfurt, Jena, Meiningen (Maßnahme: Digitalisierung der Arbeitsplatzinspektion) und
  • DRK Kreisverband Meiningen e.V. Standort Meiningen (Maßnahme: Anschaffung eines elektrischen Treppensteigers).

Der Wettbewerb für den Thüringer Arbeitsschutzpreis 2021 wurde um ein Jahr verschobe. Voraussichtlich im Frühjahr 2021 soll der infolge der Corona-Pandemie abgesagte Thüringer Arbeitsschutztag nachgeholt werden. Damit wird der nächste Arbeitsschutzpreis 2022 vergeben werden. 

Wer war Johannes Bube?

Der Name Johannes Bube steht für einen 1687 in Seebergen bei Gotha geborenen Arzt, der 1721 über die so genannte „Seeberger Steinbrecherkrankheit“ promovierte. Die Dissertation setzte sich mit dem Krankheitsbild der Silikose in Verbindung mit Tuberkulose der in den Seeberger Steinbrüchen Beschäftigten auseinander. Sie stellt den zurzeit ältesten historischen Beleg für die richtige Deutung einer arbeitsbedingten Krankheit in Thüringen dar.

Der Preis

Im Jahr 2000 wurde der Thüringer Arbeitsschutzpreis erstmalig verliehen. Der aktuell alle zwei Jahre zu vergebende Preis besteht aus einer Urkunde und einem Preisgeld von maximal 4.000 Euro. Die Auszeichnung wird für bereits realisierte innovative und modellhafte Lösungen zur sicherheitsgerechten und gefährdungsfreien Gestaltung von Arbeitsplätzen, Technologien und Produkten verliehen. Die prämierten Lösungen sollen einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, um als Vorbilder für einen modernen Arbeitsschutz zu dienen.

Besonders gefragt sind Lösungen, die über das im Arbeitsschutzrecht geforderte Sicherheitsniveau hinaus gehen, die eine humane Gestaltung von Arbeitsplätzen und zugleich die Wirtschaftlichkeit der Betriebe sichern, die zur Schaffung von wettbewerbsfähigen und zukunftssicheren Arbeitsplätzen in Thüringen beitragen und/oder in der Aus- und Fortbildung zur Anwendung kommen.

Eine sechsköpfige Jury wählt aus den eingereichten Vorschlägen die Preisträgerinnen und Preisträger zur Auszeichnung aus. Die prämierten Lösungen sollen einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden, um als Vorbilder für einen modernen Arbeitsschutz zu dienen.


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