Nanotechnologie

Nanotechnologie gilt als Zukunftstechnologie des 21. Jahrhunderts. Sie hält in immer stärkeren Maße Einzug in unser tägliches Leben. Die Anwendungsmöglichkeiten sind immens.

Einige Beispiele:

  • UV-Schutz im Kosmetikbereich
  • wasserabweisende und selbstreinigende Oberflächen,
  • z. B. in der Autoindustrie, Haushaltschemie, Textilindustrie
  • Erhöhung der Leistungsfähigkeit von Batterien und Akkus
  • Unterdrückung der Wärmeleitfähigkeit
  • kratzfeste Lacke und besondere Farbeffekte
  • Zusatz in Zahnpasten, Ketchup

MetalloxideUnter "Nanopartikel" werden beabsichtigt hergestellte granuläre Partikel, Röhren und Fasern mit einem Durchmesser kleiner 100 nm mindestens in einer Dimension verstanden. Besondere Bedeutung haben dabei die Mineralien Titandioxid und Siliziumdioxid.

Wegen der sehr geringen Größe, geht man davon aus, dass Nanoteilchen sowohl über die Atemwege, den Magen- Darm- Trakt und über die Haut in den menschlichen Körper aufgenommen werden. Mittlerweile ist bekannt, dass Nanopartikel die gleiche Faserform haben wie Asbest.

Allerdings kann die tatsächliche Exposition von Mensch und Umwelt und den damit verbundenen Risiken noch nicht endgültig beurteilt werden. Offensichtlich ist das Gesundheitsrisiko für den Menschen davon abhängig, wie oft, in welcher Weise und wie lange er diesen Stoffen ausgesetzt ist. Eine Exposition am Arbeitsplatz muss daher durch geeignete technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen minimiert werden. Dies ergibt sich aus den Vorgaben der Gefahrstoffverordnung.

Die Notwendigkeit, weitere Untersuchungen durchzuführen um Wissenslücken zu schließen, wird allgemein anerkannt. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) untersucht daher seit einigen Jahren die Situation zur Exposition von Beschäftigten an Arbeitsplätzen, an denen mit Nanopartikel umgegangen wird. Entscheidend für die Bewertung dieser Arbeitsplätze und den daraus resultierenden Maßnahmen sind zum einen die Entwicklung von geeigneten Messverfahren und zum anderen die Ableitung von Grenzwerten.

Darüber hinaus hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) drei große Nanotoxikologie-Projekte initiiert: NanoCare, TRACER uns INOS, die sich mit möglichen Risiken von Nanopartikeln befassen.

2006 wurde von der Bundesregierung die sogenannte NanoKommission ins Leben gerufen, um Chancen und Risiken der Nanotechnologie abzuwägen. In dieser Kommission arbeiten Wissenschaftler, Wirtschaft und deren Verbände, Gewerkschaften, Umwelt- und Verbraucherschutzverbände und staatliche Vertreter aus Bund und Ländern zusammen.

Einig ist man sich darüber, dass es künftig kaum noch Industriebereiche geben wird, die nicht von der Nanotechnologie beeinflusst werden. Es ist daher abzusehen, dass Nanopartikel und ultrafeine Stäube als wichtiges neues Arbeitsschutzthema an Bedeutung gewinnen wird, woraus sich zukünftig Beratungen und Kontrollen im Rahmen der Aufsichtstätigkeit unserer Behörde ergeben werden.

Weitere Informationen:

Nanotechnologie - eine Zukunftstechnologie mit Visionen (BMBF)

Gefährliche Stoffe am Arbeitsplatz - Nanotechnologie (Bayern)

TECH-Portal Nanotechnologie (VDI)

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