Ausländische Ehrengrade und Ehrentitel

Führung von ausländischen Ehrengraden (§ 59 Abs. 4 ThürHG)

Ausländische Ehrengrade (d. h. Ehrendoktorgrade) können in der verliehenen Form unter Angabe der verleihenden Stelle geführt werden, sofern sie von einer nach dem Recht des Herkunftslandes zur Verleihung berechtigten Stelle verliehen wurden. Dabei können die verliehene Form und der Herkunftshinweis in die lateinische Schrift übertragen (transliteriert) und die im Herkunftsland zugelassene oder nachweislich allgemein übliche Abkürzung des Ehrengrades unter Angabe des Herkunftshinweises geführt und eine wörtliche deutsche Übersetzung in Klammern hinzugefügt werden (§ 59 Abs. 4 Satz 2 i. V. m. § 59 Abs. 1 Satz 2 ThürHG)

Beispiel für ausländischen Ehrengrad:

Italien: Dottore ad honorem, Universität Triest bzw. Dott. H.C., Universität Triest

Eine Führung in der entsprechenden deutschen Form „Dr. h. c.“ ist nicht möglich, soweit nicht der Ehrendoktorgrad im Herkunftsland in zulässiger oder allgemein üblicher Weise als „Dr. h. c.“ (z. B. Frankreich, Slowakei, Tschechien) geführt werden kann. Die Angabe des Herkunftshinweises ist jedoch zwingend erforderlich.

Ausgeschlossen von der Führung sind Ehrengrade, wenn die ausländische Stelle zur Vergabe des entsprechenden materiellen Doktorgrades nach § 59 Abs. 4 ThürHG nicht berechtigt ist. Voraussetzung ist demnach, dass die verleihende Hochschule das Recht zur Verleihung des entsprechenden (materiellen) Hochschulgrades, d. h. das Promotionsrecht besitzt. Bei Ehrendoktorgraden aus Staaten der „Gemeinschaft Unabhängiger Staaten – GUS –“ (verschiedene Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion) ist von einer Verleihungsberechtigung nur dann auszugehen, wenn die verleihende Hochschule das Recht zur Durchführung des Promotionsverfahrens (Aspirantur) besitzt.

 

Führung von ausländischen Ehrenhochschultiteln (§ 59 Abs. 5 i. V. m. Abs. 4 ThürHG)

Für ausländische Ehrenhochschultitel (z. B. Ehrenprofessorentitel) gelten die vorgenannten Regelungen nach § 59 Abs. 5 i. V. m. Abs. 4 ThürHG entsprechend.

 

Sofern der Titel von einer anderen Stelle verliehen worden ist, bedarf die Führung einer Genehmigung durch das Bundespräsidialamt (Ordenskanzlei), Spreeweg 1, 10557 Berlin (§ 5 OrdenG).

 

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