Aktuelle Wirtschaftslage

Nachdem sich die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr 2012 – maßgeblich unterstützt durch günstige Refinanzierungsbedingungen und den Exporte erleichternden niedrigen Wechselkurs des Euro – gegen den europäischen Trend erfolgreich entwickelt hatte, haben sich Frühindikatoren wie Stimmungsbefragungen und Auftragseingänge seit der Jahresmitte deutlich verschlechtert.

Das verdeutlicht, dass sich auch Deutschland nicht dauerhaft vom internationalen Umfeld abkoppeln kann. Die erneute Zuspitzung der Eurokrise zur Jahresmitte, die damit einhergehende zunehmende Verunsicherung sowie die tiefen und anhaltenden Rezessionen in den südeuropäischen Krisenstaaten ließen den Sachverständigenrat einen Rückgang des Wachstums der Weltwirtschaft von 3,9 Prozent im Jahr 2011 auf 3,3 Prozent im Jahr 2012 prognostizieren. Die deutsche Wirtschaft wuchs im dritten Quartal aufgrund der starken Nachfrage aus Schwellenländern, die die Schwäche im Euroraum mehr als ausgleichen konnten, zwar noch geringfügig. Allerdings zeigen sich die eingetrübten Wachstumsaussichten unter anderem in zurückgehenden Investitionen. Hier erwartete der Sachverständigenrat im November ein Minus von 3,3 Prozent für das Gesamtjahr.

Im Jahr 2013 wird die wirtschaftliche Dynamik kaum zunehmen. Das Wachstum der Weltwirtschaft wird etwa auf dem Niveau von 2012 liegen, der Euroraum nach einem Rückgang des BIP im Jahr 2012 um gut 0,5 Prozent stagnieren. Aktuelle Wachstumsprognosen für Deutschland liegen bei unter ein Prozent. Positive Impulse werden vor allem von den Konsumausgaben kommen, für die ein Zuwachs um knapp ein Prozent vorhergesagt wird. Hier wirken sich das hohe Beschäftigungsniveau und steigende Einkommen positiv aus.

Der Außenhandel wird hingegen im Jahr 2013 nach Einschätzung der Konjunkturforscher keinen Wachstumsbeitrag leisten, da die Importe geringfügig stärker wachsen würden als die Ausfuhren.

Insgesamt sind die Konjunkturaussichten damit zwar verhalten. Dennoch wirken in Deutschland Faktoren wie die hohe Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, hohe Beschäftigung, niedrige Zinsen, die vergleichsweise solide Situation der öffentlichen Haushalte und der günstige Wechselkurs konjunkturstützend. Auch wenn ein leichter Rückgang des BIP im Winterhalbjahr nicht auszuschließen ist, gibt es derzeit keine Anzeichen für einen deutlichen Rückgang der Produktion.

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