20.12.2016
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

20.12.2016

Land beschließt Maßnahmenpaket für Thüringer Wald

56 Maßnahmen zur Stärkung von Wirtschaft, Tourismus und Mobilität / Tiefensee: Modernisierungsschub für die Region

Mit 56 konkreten Maßnahmen will das Land der wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung im Thüringer Wald neuen Schub verleihen. Dazu hat Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute ein abgestimmtes Handlungskonzept vorgelegt, das im Rahmen des Projekts „Zukunft Thüringer Wald“ erarbeitet wurde. Die Maßnahmen konzentrieren sich auf die drei Handlungsfelder „Stärkung von wirtschaftlichen Kernbranchen“, „Verbindung von Natur- und Kulturtourismus“ und „Verkehrsinfrastruktur und Mobilität“ und sollen ab 2017 gemeinsam mit allen Akteuren umgesetzt werden.

„Der Thüringer Wald steht vor großen Herausforderungen, die wir mit dem Projekt ‚Zukunft Thüringer Wald‘ gezielt angehen wollen“, sagte Tiefensee. „Ziel ist ein Modernisierungs- und Imageschub für die gesamte Region.“ Dabei habe man von Anfang an auf eine enge Zusammenarbeit über Ressort- und regionale Grenzen hinweg Wert gelegt. „Uns geht es neben der konkreten Sacharbeit immer auch darum, wegzukommen von dem verbreiteten Kirchturmdenken hin zu einem Wir-Gefühl, das die gesamte Region verbindet und trägt.“

Mit der Verabschiedung des Maßnahmenpakets durch den Lenkungsausschuss der Staatssekretäre aller am Projekt beteiligten Ressorts geht das Projekt „Zukunft Thüringer Wald“ nun in die konkrete Umsetzungsphase. Im Tourismus stehen die Gewinnung neuer Investoren, der Ausbau der Tourismusinfrastruktur, die Steigerung der Qualität und die Sicherung von Unternehmensnachfolgen im Mittelpunkt; im Bereich „Wirtschaft“ zielen die Initiativen auf eine Steigerung von Exporterlösen und die Verbesserung der Innovationsfähigkeit von inhabergeführten mittelständischen Unternehmen; für eine gute Verkehrsinfrastruktur und Mobilität sollen der ÖPNV besucherfreundlicher gestaltet, alternative Mobilitätsangebote geschaffen und der Ausbau des Straßennetzes vorangetrieben werden.

Konkrete Vorschläge sind:

Bereich Tourismus

  • „Neue Betten“: gezielte Attraktion von Investoren und Ausweitung der Bettenkapazitäten in der Region mit innovativen und nachhaltigen Beherbergungskonzepten
  • „Sternensprung für das Gastgewerbe“: Unterstützung gastgewerblicher Betriebe bei der Steigerung von Qualitätsstandards
  • „Next Generation“: Einführung eines Nachfolger- und Qualifizierungsprogrammes zur Ermutigung und Qualifizierung von innovativen, motivierten Gastronomen zur Übernahme von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben
  • „Thüringer Wald im Rampenlicht“: Schaffung zusätzlicher Reiseanlässe und der Verlängerung der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer,
  • „Frischer Wind in die Tourismusinfrastruktur“: Aufwertung der Tourismusinfrastruktur im Thüringer Wald zur Erhöhung der Gästezufriedenheit, der Zahl von Wiederholungsbesuchern sowie zur Erschließung zusätzlichen Besucherpotenzials.

Bereich Wirtschaft:

  • „Maschinenbau International – Exportinitiative“: Unterstützung von KMU bei der Steigerung ihrer Exportaktivitäten durch den systematischen Abbau von Hemmschwellen und Begleitung von ausgewählten Unternehmen bei der Intensivierung von Außenwirtschaftsbeziehungen
  • „Innovations- und Strategieoffensive im Thüringer Wald“: Unterstützung von inhabergeführten KMU bei der Stärkung von Forschung, Entwicklung und Innovation durch neue Formate für einen besseren Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
  • „Digitalpioniere im Thüringer Wald“: Erhöhung der Digitalisierungsaffinität von KMU der Region durch Aufklärung und Sensibilisierung für Themen wie Cybersicherheit, Cloud-Anwendungen und Industrie 4.0 sowie Schaffung neuer Anreize
  • „Datenautobahn in den Thüringer Wald“: Vorantreiben der Breitbandversorgung im Thüringer Wald und damit Erhalten und Stärken der Attraktivität der Region als Wirtschaftsstandort

Bereich Verkehrsinfrastruktur und Mobilität:

  • „Hin und weg mit optimalem Straßennetz: Neu-, Um- und Ausbau von wichtigen Bundes- und Landesstraßen“: Fertigstellung aller für die Region relevanten Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplans und des Landesstraßenbedarfsplans zur Verbesserung der Erreichbarkeit der Region und Reduzierung von Wegzeiten
  • „Hin und weg mit optimalem Straßennetz: Zustandsverbesserung des bestehenden, überörtlichen Straßennetzes“: Verbessern der Qualität des bestehenden, überörtlichen Straßen- und Radwegenetzes im Thüringer Wald um Mobilitätskomfort für Touristen und Einheimische per Auto und per Fahrrad zu erhöhen
  • „Hin und weg mit optimalem Straßennetz: abgestimmter Straßenbau“: Ausweitung des bestehenden Baustelleninformationssystems auf alle Verkehrsbehörden des Thüringer Waldes und Herstellung einer Schnittstelle zu Mobilitätsdatenmarktplätzen, um Baumaßnahmen besser zu koordinieren
  • „Hin und weg mit Bus und Bahn“: Stärkung des ÖPNV zu einer attraktiven Mobilitätsalternative für Einheimische und Touristen, und hierdurch Steigerung der Attraktivität der Region als bevorzugter Ort zum Leben, Arbeiten und Urlaub machen
  • „Rennsteig-Ticket 2.0“: Ausweitung des Rennsteig-Tickets auf weitere Gemeinden im Thüringer Wald zur Reduktion von Nutzungsbarrieren von ÖPNV; Grundlagen für neue touristische Angebote und Erhöhung des Komforts einer autolosen Mobilität
  • „Drive in Thüringer Wald“: Pilotierung alternativer Mobilitätskonzepte im Thüringer Wald zur Verbesserung der Anschlussmobilität und der sogenannten letzten Meile mit besonderem Fokus auf E-Mobilität

Wirtschaftsminister Tiefensee lobte die Dynamik, die das Projekt seit seinem Start im Sommer dieses Jahres entwickelt hat: „Neben der Zusammenarbeit mit anderen Ressorts waren uns vor allem die Ideen der Akteure in der Region wichtig. Deshalb freut es mich sehr, dass sich über 75 Akteure in den intensiven Diskussionsprozess der letzten Monate eingebracht haben.“

 

Über das Projekt „Zukunft Thüringer Wald

Mitte Februar wurde das Strukturkonzept „Zukunft Thüringer Wald“ vom Thüringer Wirtschaftsministerium vorgelegt und im Kabinett beschlossen. Die interministerielle Projektgruppe, an der die Staatskanzlei sowie die zuständigen Ressorts für Finanzen, Sport, Infrastruktur, Umwelt und Kommunales beteiligt sind, wird vom Wirtschaftsministerium geleitet. Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Weiterentwicklung der Region „Thüringer Wald“. Die Entwicklung der strategischen Eckpunkte wurde von der Projektgruppe im September abgeschlossen. Der Lenkungsausschuss hat die genannten Handlungsfelder bestätigt. Außerdem hat er Zukunftsteams als Arbeitsgruppen eingesetzt, die mögliche Initiativen mit konkreten Maßnahmen für das Projekt „Zukunft Thüringer Wald“ vorschlagen und mit einer Umsetzungsplanung versehen sollen.

Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Bodo Ramelow und wird von Wirtschaftsstaatssekretär Georg Maier geleitet. Der Regionalverbund Thüringer Wald e. V. sowie wichtige Unternehmerpersönlichkeiten im Ehrenamt der IHK Südthüringen und der HWK Südthüringen stehen als „Regionalbeirat“ zur Seite.

17-03-16 Pztw Internet (2.3 MB)
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