11.11.2016
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

11.11.2016

Neues DLR-Institut für Datenauswertung kommt nach Jena

Tiefensee: Riesenerfolg für Forschungsstandort Jena / "Data Mining" ist wichtigste Herausforderung der Digitalisierung

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird in Jena ein neues Forschungsinstitut für "Smart and Big Data" - d.h. für die Speicherung und Auswertung großer Datenmengen - ansiedeln. Das teilten der Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider und Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute in Erfurt mit. Der Freistaat Thüringen hatte sich mit einem entsprechenden Konzept um die Ansiedlung beworben. In der vergangenen Nacht hatte der Haushaltsausschuss des Bundestags eine Finanzierung von jährlich sieben Millionen Euro für das neue Jenaer Institut bewilligt. Das Land wird die notwendige Kofinanzierung für die Einrichtung des Instituts sicherstellen.

„Das ist ein Riesenerfolg für den Forschungsstandort Thüringen und ein Beleg für die hohe Qualität unseres gemeinsamen Projektantrags", sagte Tiefensee. Der Minister dankte allen beteiligten Partnern, Einrichtungen und Unternehmen, die das Vorhaben unterstützt hatten - darunter den Universitäten in Jena, Ilmenau und Weimar, der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, dem IT Netzwerk Thüringen, der LEG Thüringen und Unternehmen wie Jena-Optronik, Carl Zeiss, Jenoptik oder MDC Power, insbesondere aber auch dem Bundestagsabgeordneten Schneider, der sich von Anfang an persönlich sehr stark für das Projekt eingesetzt hatte. Ziel müsse es sein, die derzeitige Unterausstattung Ostdeutschlands mit Forschungskapazitäten allmählich zu überwinden, so der Thüringer Wissenschaftsminister weiter: "Das neue DLR-Institut in Jena ist ein großer Schritt in diese Richtung." Insgesamt plant das DLR aktuell die Gründung von sechs neuen Forschungsinstituten zu Themen wie Luftfahrt- und Energieforschung, Maritime Sicherheit und Softwareentwicklung, von denen zwei Institute in den neuen Ländern - in Jena und Dresden - angesiedelt werden sollen.

Durch die voranschreitende Digitalisierung fielen in Wirtschaft und Forschung künftig immer größere Datenmengen an, so der Minister zur Bedeutung des neuen Instituts. Dies sei in der Raumfahrt und Erdbeobachtung ebenso der Fall wie beispielsweise bei der Steuerung und Vernetzung komplexer Produktionsprozesse in der "Industrie 4.0". "Neue Geschäftsmodelle und neue wissenschaftliche Erkenntnisse hängen sehr stark davon ab, wie gut es gelingt, die wachsenden Datenberge zu analysieren, intelligent auszuwerten und zu nutzen", sagte Tiefensee. "Das neue Forschungsinstitut soll einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, diese wohl wichtigste Herausforderung der digitalen Zukunft zu meistern."

Nach den Plänen Thüringens wird sich das "DLR-Institut für Smart and Big Data" schwerpunktmäßig mit der Verarbeitung und Behandlung großer Datenmengen, dem Internet der Dinge und Dienste, aber auch mit neuen Software-Technologien und der IT-Sicherheit, Virtueller Realität und Künstlicher Intelligenz beschäftigen. "Dafür ist der Standort Jena mit seinem leistungsfähigen Forschungs- und Unternehmensumfeld und der ausgeprägten Start-up-Mentalität bestens geeignet", sagte Tiefensee. Das Land will die Institutsgründung durch Bereitstellung einer geeigneten Immobilie über die LEG Thüringen unterstützen.

 

 

Stephan Krauß

Pressesprecher

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