10.06.2015
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

10.06.2015

Tiefensee: Rapid-Technologien können Thüringer Wachstumsfeld werden

Wirtschaftsminister besucht Messe Rapid-Tech in Erfurt / 3D-Druck-Branche: 700 Beschäftigte, 100 Millionen Euro Umsatz im Freistaat

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sieht für Thüringen in den kommenden Jahren große Wachstumspotentiale im Bereich industriel­ler 3D-Druckverfahren. „Rapid-Technologien werden die industrielle Produktion weltweit revolutionieren“, sagte Tiefensee im Vorfeld der Messe Rapid.Tech heute in Erfurt. „Von Thüringen aus können und wollen wir diese Revolution ein Stück mitgestalten.“ Der Wirtschafts­minister nimmt auf der Rapid-Tech an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Wie wird Rapid Prototyping unsere Produktion verändern?“ teil.

Das rasant steigende Interesse an dem Thema spiegele sich auch in den wachsenden Ausstellerzahlen, so der Minister. 145 Unternehmen aus neun Ländern präsentieren sich in diesem Jahr in Erfurt – ein Plus von zehn Prozent gegenüber 2014. Zudem konnten 80 Spitzenreferenten aus Europa und den USA für das Kongressprogramm gewonnen werden, die zu innovativen Entwicklungen in den unterschiedlichsten Branchen – Software, Luftfahrt, Fabrikautomation, aber auch Mode und Lifestyle – informieren.

Industrieller 3D-Druck (Rapid Prototyping, Rapid Tooling, Additive Manufacturing) ist ein Verfahren zur schnellen und kostengünstigen Fertigung von Modellen, Mustern, Bauteilen und Werkzeugen. Der Einsatz erfolgt branchenübergreifend, u.a. in der Kunststoffindustrie, Medizintechnik (Implantate, Hörgeräte, Prothesen), der Automobilindustrie (Leichtbau), der Metallindustrie (Werkzeugbau), dem Maschinenbau oder der Ernährungsindustrie („food printing, z.B. Schokolade- und Pizzadrucker). Die Herstellung erfolgt dabei auf der Basis von rechnergestützten Datenmodellen aus geeignetem formlosem oder formneutralem Material in 3D-Druckmaschinen. Das geschätzte weltweite Marktvolumen des Rapid Prototyping liegt derzeit bei 2,2 Milliarden Dollar pro Jahr.

„Thüringen habe diesen Trend bereits frühzeitig erkannt“, sagte Tiefensee. Bereits vor elf Jahren wurde in Erfurt die Messe Rapid.Tech als wichtige Innovationsplattform für den Bereich der 3D-Drucktechnologie ins Leben gerufen. Im Jahr 2012 wurde an der TU Ilmenau das „Thüringer Zentrum Maschinenbau“ (ThZM) eingerichtet, das sich dem Arbeitsfeld der additiven Fertigungstechnologien widmet.

Nach Schätzungen des Thüringer Branchenverbands „Protonetz“ – einem Zusammenschluss von Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, der auch zu den Ausrichtern des erstmals stattfindenden Jenaer 3D-Forums gehört – erwirtschaften im Bereich der Thüringer 3D-Fertigung derzeit rund 700 Beschäftigte einen Umsatz von ca. 100 Millionen Euro. Beim Umsatz wird ein jährlicher Zuwachs von zehn und bei der Beschäftigung von fünf Prozent prognostiziert.

Das Wirtschaftsministerium hat in Thüringen bisher sieben Forschungsvorhaben im Bereich der Rapid-Technologien mit insgesamt 1,3 Millionen Euro gefördert. In der derzeit im Wirtschaftsministerium entwickelten „Regionalen Forschungs- und Innovationsstrategie“ spiele der Bereich als Bestandteil des Spezialisierungsfelds „Industrielle Produktion und Systeme“ deshalb eine zentrale Rolle, so der Wirtschaftsminister. Für die Thüringer Forschungsförderung stehen in der laufenden Förderperiode bis 2020 insgesamt rund 240 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Terminhinweis

Wirtschaftsminister Tiefensee nimmt heute an der Podiumsdiskussion „Wie wird Rapid Prototyping unsere Produktion verändern?“ teil.

Ort:         Messe Erfurt, Halle 2 (Bühne)

Zeit:        13.00 Uhr

 

 

 

Stephan Krauß

Pressesprecher

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