22.05.2014
Thüringer Ministerium für Wirtschaft Arbeit und Technologie

Medieninformation

22.05.2014

Höhn enttäuscht über Schließung der Masdar-Produktion in Ichtershausen

„Tiefgreifender Strukturwandel in der Solarbranche“ / Rund 160 Beschäftigte betroffen / Erste Gespräche im Wirtschaftsministerium geführt / Masdar sagt Unterstützung bei Suche nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten zu

Thüringens Wirtschaftsminister Uwe Höhn hat enttäuscht auf den Rückzug der Masdar PV GmbH vom Standort Ichtershausen reagiert. „Ich bedaure die Entscheidung von Masdar, das Werk bis Ende 2014 zu schließen. Sie kommt allerdings nicht völlig überraschend. Die Solarwirtschaft durchläuft derzeit einen tiefgreifenden Strukturwandel. Überkapazitäten und Dumpingwettbewerb auf dem globalen Photovoltaik-Markt haben insbesondere kleinere Hersteller wie Masdar hart getroffen.“

Im Vordergrund stehe jetzt die Zukunft der rund 160 Beschäftigten von Masdar in Thüringen, sagte Höhn weiter. Das Wirtschaftsministerium sei dazu bereits in engem Kontakt mit dem Unternehmen, aber auch mit Arbeitsagentur. Bereits in dieser Woche haben erste Gespräche stattgefunden. „Wir sind uns mit Masdar einig, dass jetzt alles getan werden muss, um schnell eine neue Perspektive für die Beschäftigten zu finden“, sagte der Minister. Angesichts der guten Arbeitsmarktsituation, anstehender Unternehmenserweiterungen und -ansiedlungen und des immer wieder bekundeten Fachkräftebedarfs der Wirtschaft stehen die Chancen dafür aus Sicht des Wirtschaftsministeriums gut. Allein in der ersten Runde im Auswahlverfahren zur Vergabe der im Jahr 2014 zur Verfügung stehenden GRW-Investitionsmittel hatten die geförderten Unternehmen rund 1.000 Arbeitsplätze zugesagt. Das Land werde auch darüber hinaus die notwendige Unterstützung leisten, sagte der Minister zu.

Das Unternehmen hat erklärt, die Produktion bis Ende 2014 fortzuführen und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Suche nach neuen Beschäftigungsmöglichkeiten zu unterstützen. Dazu wurde bereits Kontakt mit der zuständigen Arbeitsagentur in Arnstadt aufgenommen. Gegenüber dem Wirtschaftsministerium hat das Unternehmen deutlich gemacht, den Übergang für seine Beschäftigten großzügig und einvernehmlich gestalten zu wollen. „Dabei werden wir Masdar beim Wort nehmen“, betonte der Minister.

Hintergrund:

Die Masdar Abu Dhabi Future Energy Company (Vereinigte Arabische Emirate) hatte Ende Mai 2008 ihre Entscheidung bekanntgegeben, in Thüringen ein Werk zur Produktion von Dünnschicht-Solarzellen zu errichten. Dazu wurden rund 140 Millionen Euro investiert. Im Mai 2009 erhielt die neu gegründete Masdar PV GmbH einen Förderbescheid über 13,3 Millionen Euro für das Vorhaben, davon wurden letztlich rund 10 Millionen Euro ausgezahlt. Die Thüringer Aufbaubank prüft jetzt die Einhaltung der Fördervoraussetzungen und etwaige Rückforderungen bzw. Teilrückforderungen dieser Mittel.


Stephan Krauß
Pressesprecher

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