20.03.2014
Thüringer Ministerium für Wirtschaft Arbeit und Technologie

Medieninformation

20.03.2014

Lohngleichheit bei Frauen und Männern ist Pfeiler für modernen Wirtschaftsstandort

Equal Pay Day: Arbeitsminister fordert Lohngleichheit für Frauen und Männer / Thüringerinnen erhalten 95 Prozent der Männerlöhne / In fünf Kreisen verdienen Frauen mehr als Männer / „Westdeutschland kann sich von Thüringen eine Scheibe abschneiden.“

„Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern gehören in die Mottenkiste der Vergangenheit und nicht ins 21. Jahrhundert“, sagte der Thüringer Wirtschafts- und Arbeitsminister Uwe Höhn heute anlässlich des Equal Pay Day am morgigen Freitag. „Wir brauchen eine vollständige Lohngleichheit, denn die gut ausgebildeten Frauen sind ein zentraler Pfeiler für einen modernen Wirtschaftsstandort.“ Die Lohnunterschiede liegen in Deutschland auch heute noch bei rund 22 Prozent. Die Gründe dafür sieht der Minister in strukturellen Barrieren, die dazu führen, dass Frauen eher in die traditionell schlecht bezahlten Frauenberufe gingen und geringere Aufstiegschancen in gut bezahlte Positionen hätten. Der Minister forderte die Arbeitgeber auf, Frauen Rückenwind zu geben für den Einstieg in männerdominierte Berufe und für den Aufstieg in Führungspositionen.

Im Bundesvergleich ist die berufliche Situation der Thüringerinnen allerdings positiver zu bewerten als in den alten Ländern, so der Minister. Dazu zähle die hohe Erwerbstätigkeit von Frauen: Im Jahr 2012 waren gut 71,2 Prozent der Thüringerinnen erwerbstätig. Damit liegt der Freistaat im Bundesvergleich an zweiter Stelle (hinter Brandenburg). Auch liegen die Löhne und Gehälter der Frauen im Freistaat im Durchschnitt „nur“ um rund 5 Prozent unter denen der männlichen Kollegen. Allerdings ist dies darin begründet, dass die Löhne in Ostdeutschland insgesamt niedriger sind.

Zudem schlagen die Lohnunterschiede in Thüringen zu beiden Seiten aus. Höhere Entgelte als Männer erzielen Frauen in Erziehungs-, in sozialen und hauswirtschaftlichen Berufen oder als Theologinnen. In den alten Bundesländern gibt es keine Berufsgruppe, in denen Frauen höhere Einkommen erhalten als Männer. Höhn: „In diesem Punkt können sich die westlichen Bundesländer eine Scheibe von Thüringen abschneiden.“ Der Arbeitsminister verwies auch auf fünf Kreise, in denen die Thüringerinnen ein höheres Entgelt bekommen: in Erfurt, Weimar, Gera, im Kyffhäuserkreis und in Suhl verdienen Frauen im Durchschnitt mehr als Männer.

In die Gegenrichtung wiederum schlägt die Lohnschere in drei anderen Kreisen: Besonders groß für Thüringer Verhältnisse sind die Unterschiede im Wartburgkreis, im Saale-Orla-Kreis und im Eichsfeld. Dort erhalten Frauen gerade mal 83 Prozent der Männerlöhne. Und auch in den Verkaufsberufen erhalten sie nur 62 Prozent. Ebenfalls im Nachteil sind die Thüringerinnen in männerdominierten Bereichen: in Berufen der Unternehmensführung und -organisation, in technischen Berufen, in der Forschung und in Entwicklungs- und Konstruktionsberufen.

„Deutschland muss auf dem Gebiet der Lohngleichheit in der Moderne ankommen“, sagte Höhn. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sei nicht nur ein Gebot von Fairness, sondern ein Standortfaktor. „Ein moderner Wirtschaftsstandort kann nicht an Lohnunterschieden festhalten, die aus dem 19. Jahrhundert stammen.“


Larissa Schulz-Trieglaff
Stellv. Pressesprecherin

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