07.07.2013
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Medieninformation

07.07.2013

Aktuelle Schadensbilanz Wirtschaft: 778 Unternehmen, 55,4 Millionen Euro

Machnig: Thüringer Wirtschaft schwerer getroffen als erwartet / Bereits 40 Förderanträge liegen vor

Die vorläufige Hochwasserbilanz im Bereich der Wirtschaft übersteigt die Erwartungen: Bis Ende vergangener Woche (Stand: 5. Juli) haben 778 Thüringer Unternehmen Flutschäden gemeldet, davon konnten 575 Betriebe ihre Schäden bereits konkret beziffern: Diese belaufen sich auf insgesamt 55,4 Millionen Euro. Das sagte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute in Erfurt. „Die Hochwasserkatastrophe hat die Wirtschaft weit härter getroffen als zunächst erwartet“, sagte der Minister. Schwerpunkte liegen in Gera sowie im Altenburger Land, im Landkreis Greiz und im Saale-Holzland-Kreis. Die Schadenssumme werde sich im Verlauf der kommenden Tage und Wochen noch weiter deutlich erhöhen, so der Minister. Es sei allerdings davon auszugehen, dass viele Unternehmen zumindest teilweise gegen solche Schäden versichert seien. „Mit dem 10-Millionen-Euro-Soforthilfepro­gramm wollen wir auch allen übrigen Unternehmen helfen, jetzt schnell wieder den Geschäftsbetrieb aufzunehmen und weitere Einnahmeausfälle zu vermeiden.“

Das Soforthilfeprogramm war nach Abstimmung mit den Kammern und Verbänden der Wirtschaft und dem Bund am 17. Juni in Kraft getreten. Bei der Thüringer Aufbaubank sind bereits 40 Förderanträge im Umfang von zusammen rund einer Million Euro eingegangen. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Anträge in den kommenden Tagen weiter kontinuierlich ansteigen wird“, sagte Machnig.

Als „völlig instinktlos“ kritisierte der Minister in diesem Zusammenhang den Thüringer Rechnungshof, der die Fluthilfe nach Medienberichten als Verschwendung bezeichnet hatte. „Die Hochwasserkatastrophe war ein außergewöhnliches Ereignis, durch das jetzt wirtschaftliche Existenzen und Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. In einer solchen Situation ist schnelle, unbürokratische Hilfe gefragt statt kleinlicher Buchhalter-Nörgelei vom Spielfeldrand.“

Für den über die erste Soforthilfe hinaus notwendigen Wiederaufbau seien sogar längerfristige und umfangreichere Hilfsmaßnahmen erforderlich, so der Minister weiter. Es sei deshalb erfreulich, dass die Grundsatzentscheidung für ein „Sonderprogramm Hoch­wasser“ über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirt­schaftsstruktur“ (GRW) inzwischen gefallen sei. Der Vorteil eines solchen Programms: Im Unterschied zum Soforthilfeprogramm, bei dem die Zuschüs­se auf eine Höhe von 100.000 Euro begrenzt sind, können in der GRW auch höhere Förderbeträge fließen. Außerdem könnte über ein solches Programm auch die Beseitigung von Schäden an Industrie- und Gewerbegebieten un­terstützt werden. Details und Konditionen für ein solches Programm werden allerdings erst in den nächsten Wochen konkretisiert. Belastbare Aussagen lassen sich dazu zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht treffen. Machnig: „Alle sind jetzt gut beraten, da, wo es um Existenzsicherung geht, das Soforthilfeprogramm der Landesregierung zu nutzen.“

Informationen zur Beantragung gibt es weiterhin über die Telefon-Hotline der Thüringer Aufbaubank unter 0361/7447-744 sowie über die Beratungsangebote der Industrie- und Handelskammern bzw. der Handwerkskammern. Das Wirtschaftsministerium hat außerdem ein Merkblatt erstellt, das ebenso wie die Richtlinie und das Antragsformular im Internet unter www.tmwat.de und www.aufbaubank.de abgerufen werden kann.




Stephan Krauß
Pressesprecher

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