22.05.2013
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie

Medieninformation

22.05.2013

Wachstumskerne steigern Attraktivität des Wirtschaftsstandorts

Wirtschaftsminister Machnig begrüßt Stellungnahme der IHK Erfurt zu Wachstumszentrum Erfurt-Weimar-Jena / Gemeinsamer Stadt- und Entwicklungsplan notwendig / 130 Teilnehmer heute bei Konferenz im Wirtschaftsministerium

Der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig begrüßt die heutige Stellungnahme der IHK Erfurt zur Schaffung eines Wachstumszentrums Erfurt-Weimar-Jena. Der IHK-Präsident Dieter Bauhaus treffe das Thema auf den Punkt und benenne die Notwendigkeit für Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung. Laut Dieter Bauhaus benötigten Unternehmen solche dynamischen Lebensräume, um damit qualifizierte Arbeitskräfte und deren Familien für Thüringen anzuwerben. „Thüringen braucht Wachstumskerne, die Unternehmen und Fachkräfte anziehen und die Attraktivität des gesamten Wirtschaftsstandortes steigern“, sagte Machnig. „Leistungsfähige Zentren stärken die Dynamik eines Landes.“ Dazu zählen der gemeinsame Ausbau von Infrastruktur und Nahverkehr sowie die stärkere Verzahnung von Wissenschaft und Hochschulen.
Dabei machte der Minister deutlich, dass neben der Kooperation zwischen Erfurt, Weimar und Jena auch die regionalen Mittelzentren im ländlichen Raum gestärkt werden müssen. „Versuche, falsche Alternativen zwischen Stadt und Land aufzubauen, sind Unsinn. Wir brauchen beides.“

Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat heute eine Konferenz zum Thema „Wachstumszentrum Erfurt-Weimar-Jena.“ durchgeführt, die rund 130 Teilnehmer hatte. Die Konferenz fand im Rahmen des „Zukunftsdiskurses Thüringen 2020.“ statt.


„Thüringen hat verschiedene Kraftzentren, deren Stärkung den Freistaat voranbringen würde“, so der Minister. Daher hat er in dem Papier „Zukunft 2020“ ein regionalisiertes Mittelzentrumskonzept vorgeschlagen, das die regionale Anziehungskraft im Wettbewerb um die Gewinnung von Unternehmen und Fachkräften verbessert. Einen Wachstumskern könnten Erfurt, Weimar und Jena bilden und dadurch neue Ressourcen freisetzen. Machnig: „Erfurt als Industrie- und Verwaltungszentrum, Jena als Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt und Weimar als weltbekannte Kulturmetropole könnten zusammen ein hochattraktives Wachstumszentrum sein.“ Dafür müssten sich die Städte auf verschiedenen Ebenen enger verzahnen und räumlich besser verbunden werden. Zum Beispiel würde eine eng getaktete S-Bahn-Verbindung die Attraktivität für Studierende, Pendler usw. erheblich steigern. „Für die kommenden 20 Jahre brauchen wir einen gemeinsamen Stadt- und Umlandentwicklungsplan für diese drei Städte“, so der Minister. „Dann kann aus drei kleinen Räumen ein Großraum werden.“

Aber auch außerhalb der Region Erfurt-Weimar-Jena gebe es starke Mittelzentren mit einer hohen Dynamik und einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Dazu zählen unter anderen die Wartburgregion, Saalfeld-Rudolstadt, Schmalkalden-Meiningen, der Saale-Orla-Kreis und das Eichsfeld. Hier würden starke Unternehmen, mutige Kommunalpolitiker und engagierte Bürger eine erfolgversprechende Konstellation bilden. Auch diese Mittelzentren müssen künftig engagiert begleitet und weiter entwickelt werden, um die Handlungsspielräume zu vergrößern und die jungen Thüringerinnen und Thüringer zu halten. „Die Bildung eines Wachstumskerns und die Stärkung regionaler Kraftzentren geschieht nicht von alleine“, sagte Machnig, „Politik, Wirtschaft und Wissenschaft müssen das gemeinsam stemmen.“ Um hier Fortschritte zu erreichen, sei es jetzt notwendig, eine Zukunftsdebatte zu führen, so der Minister.

Prof. Dr. Mariusz Czepczynski von der Universität Danzig hatte heute auf der Konferenz aus seiner Erfahrung mit der Metropolregion Danzig, Zoppot und Gdingen berichtet und festgestellt, dass Kooperation und Wettbewerb keine Gegensätze sind. Um voranzukommen, bräuchten die Städte gemeinsame Projekte und Initiativen. Gleichzeitig lud er den Wirtschaftsminister und die anwesenden Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Stefan Wolf im Auftrag des Bürgermeisters von Danzig zu einem vertiefenden Gedankenaustausch in die Metropolregion Danzig, Zoppot und Gdingen ein. „In Absprache mit den Oberbürgermeistern habe ich die Einladung angenommen“, sagte Machnig. Ein gemeinsames Treffen ist für den Herbst geplant.

Weitere Informationen zum Zukunftsdiskurs finden Sie unter www.zukunft-2020.de.



Larissa Schulz-Trieglaff
Stellv. Pressesprecherin

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