14.08.2019
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

14.08.2019

Land fördert moderne Handwerkausbildung in Ostthüringen

340.000 Euro für Berufsbildungs- und Technologiezentren Gera, Rudolstadt und Zeulenroda

Einen Förderbescheid über 343.826 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute an die Handwerkskammer Ostthüringen (HWK) übergeben. Das Geld fließt in die Anschaffung moderner Werkzeuge, Prüfgeräte und Computer für das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) mit Standorten in Gera-Aga, Rudolstadt und Zeulenroda. Größte Einzelanschaffungen sind ein Schulungsstand CAN-Bus für die Kfz-Elektrowerkstatt in Gera und eine MetalIbandsägemaschine für die Werkstätten in Rudolstadt. Insgesamt investiert die HWK gut 490.000 Euro. Damit werden die Aus- und Weiterbildungsplätze für die insgesamt rund 454 Lehrlinge an den drei Standorten auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Das BTZ der HWK Ostthüringen hat in den vergangenen zehn Jahren (seit 2009) für Investitionen in Höhe von rund zwei Millionen Euro vom Land Fördermittel in Höhe von insgesamt 960.000 Euro erhalten. Die Bildungsstätte Gera-Aga verfügt über fünf Hallen und ein Schul- und Verwaltungsgebäude mit insgesamt 22 Werkstätten sowie 18 Unterrichtsräumen, in Rudolstadt verteilen sich 30 Werkstätten auf zwei Hallen, in Zeulenroda sind in einer Halle insgesamt zehn Werkstätten untergebracht. Die Aus- und Weiterbildung erfolgt in den Bereichen Elektrotechnik, Metallbearbeitung, Kfz und Kfz-Elektrik, Hydraulik, Fotografie, Zimmerer, Maurer/Straßenbauer, Maler, Installationstechniker, Beton-, Stahl- und Trockenbauer, Holztechnik, Tischler und Glaser.

„Überbetriebliche Berufsbildungsstätten wie das BTZ stellen eine wichtige Ergänzung der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Handwerk dar“, sagte Tiefensee. Gerade kleine Betriebe seien oftmals nicht in der Lage, die gesamte berufspraktische Ausbildung ihrer Lehrlinge komplett selbst abzudecken. Mit den Überbetrieblichen Bildungsstätten (ÜBS), die von den Betrieben z.B. auch in der Industrie gemeinschaftlich genutzt werden, sei es dagegen möglich, für die Azubis in kleinen und mittleren Unternehmen die gesamte Praxisausbildung abzusichern und zugleich auf die ständige Weiterentwicklung und Spezialisierung vieler Berufe und neue Herausforderungen wie die Digitalisierung zu reagieren.

Angesichts dieser Bedeutung hat das Wirtschaftsministerium im Jahr 2015 die Förderung der ÜBS im Rahmen der GRW-Richtlinie gebündelt. Besonderer Wert wird auf Vorhaben zur Modernisierung der Ausstattung gelegt, bei denen eine Förderung von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten erfolgt. Zwischen 2015 und heute hat das Wirtschaftsministerium insgesamt 29 Vorhaben der beruflichen Bildung mit insgesamt fünf Millionen Euro und einer Investitionssumme von 7,4 Millionen Euro gefördert. 

 

Stephan Krauß
Pressesprecher – Referatsleiter

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