06.08.2019
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

06.08.2019

Tiefensee übergibt 900.000 Euro für gemeinsame Projekte der Regionalentwicklung von Ilm-Kreis und Landkreis Gotha

Ziel: Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur / Umsetzung konkreter Projekte beginnt

Ilm-Kreis und Landkreis Gotha arbeiten in Fragen der Wirtschafts- und Regionalentwicklung eng zusammen. Mit einem sog. „Regionalbudget“ über 900.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) unterstützt das Wirtschaftsministerium die Umsetzung konkreter gemeinsamer Projekte. Koordiniert werden diese durch ein Mitte 2018 gegründetes gemeinsames Regionalmanagement beider Landkreise. Den Förderbescheid übergab Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute in Gotha an die Landrätin des Ilm-Kreises, Petra Enders, da der Ilm-Kreis als Maßnahmeträger für beide Landkreise fungiert.

„Wirtschaftliche Entwicklung macht an Kreisgrenzen nicht halt“, sagte Tiefensee. Von der übergreifenden Zusammenarbeit könnten viele Bereiche profitieren – von der Wirtschaft über den Tourismus bis hin zum Infrastrukturausbau. Das trage letztlich dazu bei, die Standortattraktivität zu erhöhen, neue Firmen anzusiedeln, mehr Beschäftigung zu schaffen und Abwanderung zu verhindern. „Kooperation ist der Schlüssel, um eine Region voranzubringen und zukunftssicher zu machen“, so der Wirtschaftsminister. Ein ähnliches Konzept verfolgen auch die Landkreise Unstrut-Hainich, Kyffhäuser und Nordhausen, die bereits 2017 ein gemeinsames Regionalmanagement Nordthüringen gegründet haben und ebenfalls mit einem Regionalbudget Projekte umsetzen.

Grundlage für die Zusammenarbeit von Ilm-Kreis und Landkreis Gotha ist ein regionales Entwicklungskonzept mit den vier Handlungsschwerpunkten „Infrastruktur, Gewerbe und Wirtschaft“, „Arbeitsmarkt und Fachkräfte“, „Forschung und Entwicklung“ sowie „weiche Standortfaktoren“ wie Tourismus, Klimaschutz, Marketing oder Mobilität. Auf Basis dieses Konzepts wurden konkrete Projekte initiiert, die nun sukzessive umgesetzt werden sollen. Beispiele sind ein Standortmarketing für die regionalen Gewerbegebiete, die Gewerbegebietsbeschilderung, die Entwicklung von Filmen zur Berufsorientierung für 8-10 regional nachgefragte Berufsbilder, die Initiierung eines „Transfertags“ Wirtschaft–Wissenschaft, die Organisation einer „Langen Nacht der Technik“, die Verbesserung der Außendarstellung der Region, gemeinsame Messeauftritte, die Erstellung einer Wirtschaftsbroschüre und die Einrichtung regelmäßig stattfindender Regionalkonferenzen. Das Regionalmanagement fungiert dabei als Moderations- und  Koordinierungsstelle, die verschiedene Akteure aus der Region zusammenbringt und auf diese Weise Entscheidungsprozesse beschleunigt.

Hintergrund:
Die Regionalförderung steht im GRW-Förderprogramm als dritte Säule neben der einzelbetrieblichen Investitionsförderung und der Förderung der wirtschaftsnahen Infrastruktur (Gewerbeflächen etc.). Sie umfasst u. a. die Förderinstrumente Regionalwirtschaftliches Entwicklungskonzept, Regionalmanagement und Regionalbudget, die erst nach 2000 in die GRW aufgenommen wurden. Förderfähig sind insbesondere der Aufbau von Netzwerken oder Verbünden, die Erarbeitung von Gewerbeflächenentwicklungskonzepten; die Einrichtung von Internet-Portalen und Marketingmaßnahmen.

 

 

Stephan Krauß
Pressesprecher – Referatsleiter

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