01.08.2019
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

01.08.2019

Verbesserungen beim BAföG treten heute in Kraft

Tiefensee: Erhöhung der Fördersätze „überfällig“ / Zugang zu Bildung unabhängig von Herkunft und Einkommen

Studierende erhalten künftig eine bessere finanzielle Unterstützung: Ab dem heutigen 1. August steigen die Fördersätze nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) in zwei Stufen an. Das hat der Bundestag auch auf Drängen und mit Unterstützung Thüringens am 15. Juli 2019 beschlossen. So wird der Förderhöchstbetrag in diesem Jahr von 735 auf 853 Euro und ab Herbst 2020 dann noch einmal auf 861 Euro erhöht. Hinzu kommen weitere Verbesserungen wie die Anhebung von Einkommens- und Vermögensfreibeträgen, die Erhöhung des Kinderbetreuungszuschlags oder eine stärkere Berücksichtigung von Kinderbetreuungs- und Pflegezeiten. In Thüringen kann der BAföG-Antrag unter www.bafoeg-thueringen.de inzwischen auch online gestellt werden.

Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee nannte die Erhöhung „überfällig“: „Unser Ziel ist es, jeder und jedem einen Zugang zu Bildung unabhängig von Herkunft und Einkommen zu ermöglichen“, sagte Tiefensee. „Nur mit einer ausreichenden finanziellen Unterstützung durch das BAföG ist es möglich, dass auch Studierende aus einkommensschwächeren Familien ohne finanzielle Sorgen zügig und erfolgreich studieren können.“ Das gelte um so mehr, weil in vielen Hochschulstädten bundesweit die Wohnungssituation immer schwieriger werde und die Mieten stiegen. „Deshalb war es für eine Anpassung der Bedarfssätze, Zuschläge und Freibeträge im BAföG, wie sie heute in Kraft getreten ist, höchste Zeit.“ Zur Deckung der dafür anfallenden Kosten wird der Bund rund 1,2 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung stellen.

Thüringen hatte die Pläne zur Verbesserung des BAföG im Bundesrat von Anfang an unterstützt und dazu auch eigene Anträge zur Verbesserung der entsprechenden Regelungen gestellt. In den meisten Punkten – etwa bei der Anrechnung der Pflege naher Angehöriger auf die Förderhöchstdauer – sei das Land mit seinen Initiativen erfolgreich gewesen, in anderen – wie der Öffnung des BAföG für Teilzeitausbildung und Teilzeitstudium – noch nicht. Hier hätte er sich weitreichendere Änderungen gewünscht, sagte Tiefensee, dennoch sei er mit den erreichten Verbesserungen sehr zufrieden: „Mit den seit heute geltenden BAföG-Regelungen wird der Zugang zu einem Studium für viele Menschen sehr viel leichter.“

 

Stephan Krauß
Pressesprecher, Referatsleiter

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