18.06.2019
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

18.06.2019

Grundsteinlegung für neues Laborgebäude am Jenaer Hans-Knöll-Institut

Bund und Land tragen Baukosten von 26 Millionen Euro / Fertigstellung Mitte 2021 geplant / Hoppe: Neubau schafft moderne Arbeits- und Forschungsbedingungen

Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI) bekommt ein neues Laborgebäude. Gemeinsam mit dem Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Matthias Kleiner, dem Präsidenten der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Walter Rosenthal, und Institutsdirektor Prof. Dr. Axel Brakhage hat Thüringens Wissenschaftsstaatssekretär Markus Hoppe heute auf dem Jenaer Beutenberg-Campus den Grundstein für den Neubau gelegt. Im „HKI Biotech Center“ werden ab 2021 mehrere Forschergruppen untergebracht sein, die auf dem Gebiet der  Biotechnologie und Immunologie forschen und nach neuen Anwendungen suchen werden.

„Das HKI hat in den vergangenen Jahren eine sehr erfolgreiche Entwicklung genommen und stößt inzwischen an seine Kapazitätsgrenzen“, sagte Hoppe. So setzt das Institut eine Reihe großer, von Bund und Land geförderter Forschungsvorhaben um, die zu einer deutlichen Erhöhung der Zahl der Beschäftigten am Institut geführt haben. Derzeit arbeiten rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – darunter allein 150 Doktorandinnen und Doktoranden – an der Aufklärung von Infektionen und der Suche nach neuen Wirkstoffen gegen Infektionskrankheiten. „Mit dem neuen Laborgebäude sorgen wir für moderne Arbeitsbedingungen und schaffen so eine Voraussetzung dafür, dass das HKI auch künftig Spitzenleistungen in der Forschung erbringen kann“, so der Wissenschaftsstaatssekretär.

Das künftige „HKI Biotech Center“, das zwei ältere Laborhäuser ersetzt, wird eine Nutzfläche von rund 2.000 Quadratmetern haben und Labor- und Arbeitsplätze für 80 Beschäftigte bieten. Die Gesamtkosten für die Errichtung des Gebäudes belaufen sich auf 26 Millionen Euro, die je zur Hälfte von Bund und Land getragen werden. Die Bauarbeiten sollen Mitte 2021 abgeschlossen sein. Das Projekt beruht auf der Empfehlung einer internationalen Gutachterkommission, die dem Leibniz-HKI herausragende wissenschaftliche Leistungen und einen zusätzlichen Bedarf an Laborkapazitäten attestiert hatte. Der Neubau in der Hermann-Löns-Straße schließt an das in den 1950er Jahren errichtete, ehemalige ZIMET-Hauptgebäude an und bildet mit den bereits bestehenden Gebäuden einen modernen Institutscampus.

Hintergrund: Leibniz-HKI

Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI) wurde 1992 gegründet und gehört seit 2003 zur Leibniz-Gemeinschaft. Die Einrichtung befasst sich mit der Infektionsbiologie human-pathogener Pilze. Die Forschung richtet sich insbesondere auf die molekularen Mechanismen der Krankheitsauslösung und die Wechselwirkung mit dem menschlichen Immunsystem. Neue Naturstoffe aus Mikroorganismen werden auf ihre biologische Aktivität untersucht und für mögliche Anwendungen als Wirkstoffe modifiziert. Das Leibniz-HKI verfügt über fünf wissenschaftliche Abteilungen, deren Leiter gleichzeitig berufene Professoren der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind. Hinzu kommen mehrere Nachwuchsgruppen und Querschnittseinrichtungen, darunter das anwendungsorientierte Biotechnikum als Schnittstelle zur Industrie.

Das HKI ist Initiator und Partner großer Verbundvorhaben, wie der Exzellenz-Graduiertenschule „Jena School for Microbial Communication“ (JSMC), des Sonderforschungsbereichs FungiNet, des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) oder des Zentrums für Innovationskompetenz (ZIK) „Septomics“. Das Institut ist Nationales Referenzzentrum für invasive Pilzinfektionen und maßgeblich am Exzellenzcluster „Balance of the Microverse“ im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder beteiligt.

Bund und Land haben das Leibniz-HKI allein im Rahmen der institutionellen Förderung seit 1992 mit insgesamt 368 Millionen Euro unterstützt.

 

Stephan Krauß
Pressesprecher, Referatsleiter

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