04.02.2019
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

04.02.2019

Tiefensee eröffnet Pilotfabrik von PolyCare Namibia in Brakwater

Thüringer Know-how für kostengünstige Fertigteilhäuser / Unterstützung des namibischen Hausbauprogramms

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee hat heute gemeinsam mit dem namibischen Vize-Präsidenten Dr. Nangolo Mbumba in Brakwater nahe der namibischen Hauptstadt Windhuk die neue Produktionsstätte der Firma PolyCare Research Technology GmbH & Co. KG aus dem thüringischen Gehlberg offiziell eröffnet. In der Pilotfabrik von „PolyCare Namibia“ werden künftig Bauteile für Fertigteilhäuser produziert. Insgesamt haben 30 Namibierinnen und Namibier hier einen Job gefunden und werden pro Tag Steine für ein komplettes Haus herstellen. Damit leistet PolyCare einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung des Hausbauprogramms der namibischen Regierung, im Rahmen dessen bis zum Jahr 2030 mehr als 100.000 Häuser für die ärmsten Bevölkerungsteile errichtet werden sollen.

„Ich freue mich, dass dieses Projekt, an dem wir gemeinsam seit 2016 intensiv arbeiten, jetzt endlich realisiert werden kann“, sagte Tiefensee. „Das ist ein Beitrag dazu, die Lebensverhältnisse in Namibia deutlich zu verbessern, und es ist so fair kalkuliert, dass mit einer vergleichsweise überschaubaren Investition eine große Wirkung erzielt werden kann.“ So liegt der Preis für ein komplettes Haus bei knapp 20.000 Euro. Die Herstellung der einzelnen Blöcke eines PolyCare-Hauses beruht auf einer in Thüringen (gemeinsam mit der Bauhaus-Universität Weimar) entwickelten Technologie, verwendet werden jeweils lokal verfügbare Materialien, in Namibia z.B. Wüstensand. Daraus werden unter Verwendung von Gießharz Polymerbeton-Bauteile gegossen, die nach spätestens 24 Stunden komplett ausgehärtet und härter als Beton sind, außerdem feuer- und wasserbeständig, umweltfreundlich und recyclebar. Verarbeitet werden die Teile wie Lego-Bausteine, d.h. sie werden einfach ineinandergesteckt und verschraubt.

Ein erstes Modellhaus war im November 2016 in Windhuk offiziell von Tiefensee an Namibias Staatspräsidenten Dr. Hage Geingob übergeben worden. Vier Polycare-Mitarbeiter hatten das Haus innerhalb von zwei Tagen komplett aufgebaut. PolyCare hatte damit sein Angebot zum Bau von insgesamt 14 auf seiner Technologie beruhenden Produktionsanlagen und zur Schulung von Mitarbeitern abgegeben, die die Häuser bauen sollen. Die Investitionskosten je Produktionsanlage liegen bei rund 1,1 Millionen Euro. Für seine Aktivitäten hat PolyCare bereits mehrere inländische Kooperationspartner gewonnen, darunter die Firmen KL Construction und Namibbeton sowie Guinas Investment.

Seine Aufgabe sei es, bei der namibischen Staatsregierung als „Türöffner“ für dieses und andere Projekte zu werben, sagte der Wirtschaftsminister. Dabei komme Thüringen zugute, dass Namibia derzeit eine engere Zusammenarbeit mit verschiedenen deutschen Bundesländern anstrebt. Dabei ist mit jedem Bundesland ein spezielles Sachthema als Schwerpunkt der Zusammenarbeit vereinbart worden – Thüringen ist dabei als Hauptpartner für das Hausbauprogramm der namibischen Regierung vorgesehen.

(Ein Foto der Eröffnungszeremonie können wir Ihnen auf Anfrage gern zur Verfügung stellen.)

 

Stephan Krauß
Pressesprecher, Referatsleiter

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