21.12.2018
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

21.12.2018

Minister fordern Cybercrime-Agentur

Wolfgang Tiefensee und Georg Maier für Ansiedlung in Thüringen

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und Innen- und Kommunalminister Georg Maier begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung, die geplante Agentur für Cybercrime in Ostdeutschland entstehen zu lassen. „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Bundesregierung den Osten durch diese Ansiedlung stärken will“, betont Tiefensee. Gleichzeitig kritisieren beide Minister, dass in derselben Pressemitteilung des BMI lediglich die Standorte Berlin oder Leipzig ins Spiel gebracht wurden.

„Internet und Cybersicherheit machen nicht an Grenzen halt, Thüringen ist ein innovatives Land, dass sich gerade mit großen Schritten auf den Weg in die digitale Zukunft macht – eine solche Agentur würde daher gut hier her passen“, so Innenminister Maier und ergänzt: „Die Thüringer Polizei wird Anfang des Jahres mit dem modernsten Software im gesamten Bundesgebiet arbeiten, an mangelnder Innovationsbereitschaft fehlt es in Thüringen daher auch nicht.“ 

Die Bundesregierung hatte im August die Gründung einer „Agentur für Innovation in der Cybersicherheit“ beschlossen. Gegenstand dieser Agentur ist die Finanzierung und Förderung von ambitionierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit hohem Innovationspotenzial auf dem Gebiet der Cybersicherheit. Mit der Förderung von Forschungsvorhaben in Schlüsseltechnologien mit Bedeutung für die innere und äußeren Sicherheit sollen Sicherheitstechnologien in Deutschland gehalten werden. Wie das BMI gestern (Montag, 20.12.2018) mitteilte, soll die neue Einrichtung nach dem Willen der Bundesregierung in den neuen Bundesländern entstehen. Hierfür käme das Land Berlin oder der Freistaat Sachsen in Betracht, weil es dort eine vergleichsweise ausgeprägte Start-Up-Szene gebe, so das BMI.

Dies sei allerdings eine „sehr verkürzte Sichtweise“, sagte Tiefensee. Gerade Thüringen verfüge als aufstrebender Standort der Digitalwirtschaft und traditionelles Gründerland über eine ausgeprägte und vor allem innovative Start-Up-Szene. So hat der Freistaat mit 29,6 Prozent bundesweit den höchsten Anteil an Gründungen mit besonderer wirtschaftlicher Substanz. Bei den innovativen Gründungen spielt Thüringen in der ersten Liga: Laut „Innovationsatlas 2017“ ist der Freistaat die Hochburg für technologieorientierte Unternehmensgründungen bundesweit. Auf 10.000 Unternehmen kommen hier 42 Neugründungen in innovativen Branchen – Platz 1 vor Baden-Württemberg und Sachsen. Nach Schätzung des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen (ThEx) ist zudem rund ein Drittel der innovativen Start-ups auf das Thema IT und Digitalisierung bezogen. „Wenn also das Thema Start-ups ausschlaggebend dafür ist, wo die neue Agentur angesiedelt werden soll, dann gehört Thüringen in jedem Fall auf die ‚short list‘ möglicher Standorte“, so der Wirtschaftsminister.

Die Entscheidung über die Standortfrage soll im Frühjahr 2019 fallen.

 

Stephan Krauß
Pressesprecher – Referatsleiter

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