25.11.2018
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

25.11.2018

Thüringens Hochschulen mit höchstem Anteil zulassungsfreier Studiengänge bundesweit

Tiefensee für „offenes Hochschulsystem“ / Anstieg bei Hochschulfinanzierung sichert ausreichende Anzahl von Studienplätzen

Thüringen hat bundesweit die günstigste Quote an Studiengängen ohne Zulassungsbeschränkung. Das geht aus aktuellen Statistiken der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hervor. Demnach sind an den freistaatlichen Hochschulen acht von zehn Studienangeboten (80,4 Prozent) ohne Beschränkung zugänglich – besonders hoch ist der Anteil von Zulassungsbeschränkungen dagegen in Berlin (64,4 Prozent) oder Bremen (62 Prozent).

„Die Thüringer Wissenschaftspolitik legt großen Wert auf ein offenes Hochschulsystem mit einem möglichst hohen Anteil an frei zugänglichen Studiengängen“, sagte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee mit Blick auf die HRK-Zahlen. Dafür habe die Landesregierung mit der aktuellen Hochschulfinanzierung die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. So wird mit der 2015 abgeschlossenen Rahmenvereinbarung IV die Grundfinanzierung der Hochschulen für die Jahre 2016 bis 2020 um vier Prozent jährlich angehoben. Das entspricht einem Anstieg der Grundfinanzierung zwischen 2015 und 2020 von rund 382 auf rund 465 Millionen Euro, also strukturell um knapp 83 Millionen Euro bzw. 21 Prozent. Damit hat sich der finanzielle Spielraum der Hochschulen weiter deutlich verbessert.

„Auch deshalb ist es möglich, dass in vielen Studienfächern ausreichend Studienplätze angeboten werden können und keine Zugangsbeschränkungen erlassen werden müssen“, so der Minister. Dies sei ein Vorteil, der gerade im Wettbewerb um Studienanfänger und Studienwechsler künftig stärker genutzt werden sollte: „Unsere Botschaft an alle angehenden Akademikerinnen und Akademiker lautet: Thüringen ist ein attraktiver Hochschulstandort, der exzellente, aber vor allem auch gut zugängliche Studienmöglichkeiten bietet.“ Dies müsse stärker im künftigen Hochschulmarketing verankert werden.

Deutschlandweit gibt es mehr als 10.300 grundständige Studiengänge (Bachelor, Staatsexamen, ohne Master) von denen im Schnitt aller Bundesländer 42,1 Prozent eine Zulassungsbeschränkung haben. Allerdings ist dieser Wert seit Jahren rückläufig: So lag die Quote zulassungsbeschränkter Studiengänge im letzten Jahr noch bei 44,2 Prozent, im Wintersemester 2014/2015 bei 49,5 Prozent. Den niedrigsten Anteil an Zulassungsrestriktionen weisen laut HRK-Statistik neben Thüringen (19,6 Prozent) aktuell die Länder Rheinland-Pfalz (24,7 Prozent), Sachsen (26,6 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (28,5 Prozent) und Bayern (30,0 Prozent) auf, den höchsten Anteil neben Berlin und Bremen z.B. das Saarland (59,8 Prozent), Niedersachsen (58,4 Prozent) und Baden-Württemberg (57,4 Prozent).

 

Stephan Krauß
Pressesprecher – Referatsleiter


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