01.11.2018
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

01.11.2018

Digitale Lehre: Thüringen und Stifterverband fördern sieben innovative Lehrvorhaben

Tiefensee: Fellowship-Programm schafft notwendige Ressourcen für neue digitale Lehr- und Lernformate an den Hochschulen

Erstmals haben das Thüringer Wissenschaftsministerium und der Stifterverband in diesem Jahr sieben Fellowships für die Einführung neuer, digitaler Lehrformate an den Thüringer Hochschulen vergeben. Die Projekte starten im Januar 2019 und teilen sich ein Fördervolumen von insgesamt mehr als 260.000 Euro.

Essen, Erfurt, 01.11.2018. Die „Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“ richten sich an Lehrende, die an den staatlichen Hochschulen des Freistaats Thüringen tätig sind und in ihren Lehrveranstaltungen neue Formen der digitalen Wissensvermittlung ausprobieren wollen. Das Thüringer Wissenschaftsministerium und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hatten das Programm im März 2018 gemeinsam aufgelegt. Gleich im ersten Jahr gab es 21 Bewerbungen um die Förderung – sieben Projekte wurden jetzt ausgewählt.

Die Bandbreite der Vorhaben reicht dabei von der digitalen Weiterentwicklung des Konzepts „Umgedrehter Unterricht“ (Flipped Classroom) bis hin zum intelligenten Einsatz von Smartphones und Tablets in der Lehre. Die einjährigen Fellowships werden mit jeweils bis zu 40.000 Euro gefördert und wurden an folgende Projekte vergeben:

  • Christian Cierpka und Patrick Mäder, Technische Universität Ilmenau, mit dem Projekt „SmartStröm – smarte Strömungsvisualisierung mit dem Mobiltelefon in der Lehre“

  • Julia Dietrich, Friedrich-Schiller-Universität Jena, mit dem Projekt „Heterogenitätsorientiertes Lehramtsstudium durch Digitalisierung: Entwicklung von Differenzierungsmatrizen“

  • Jutta Emes, Bauhaus-Universität Weimar, mit dem Projekt „Flipped Classroom-Modell zur Individualisierung und Flexibilisierung der Lehre im Projektmodul Angewandte empirische Forschung“

  • Heike Hahn, Universität Erfurt, mit dem Projekt „TAM – Einsatz von Tablets und Apps im Mathematikunterricht der Grundschule“

  • Jennifer Koch, Friedrich-Schiller-Universität Jena, mit dem Projekt „Propädeutikum Mittelhochdeutsch“

  • Oliver Reimer, Ernst-Abbe-Hochschule Jena, mit dem Projekt „GETdigi – Grundlagen der Elektrotechnik Digital“

  • Michaela Rißmann, Fachhochschule Erfurt, mit dem Projekt „Kindheitspädagogik digital“

„Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie Hochschulen in der Lehre Wissen vermitteln und in der Forschung neue Erkenntnisse generieren“, sagte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Es gebe inzwischen zahlreiche gute Konzepte und Ideen, wie die Qualität der Lehre durch Nutzung digitaler Medien gesteigert werden könne. „Wir freuen uns deshalb, den Lehrenden mit den Fellowships Freiräume und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Davon profitieren am Ende nicht nur die Lehrenden, sondern natürlich vor allem die Studierenden und die Hochschulen insgesamt“, so Tiefensee.

Bei den Fellowships handelt es sich um individuelle, personengebundene Förderungen, mit denen Ressourcen für digitale Lehrinnovationen finanziert werden können. Dabei kann es sich z. B. um Mitarbeiterstellen, technische Ausstattungen, Qualifizierungs-, Coaching- und Vernetzungsangebote oder Lehrdeputatsreduktionen handeln. Die Stipendien werden vom Freistaat Thüringen finanziert und sind auf ein Jahr befristet. Eine Jury aus Lehrenden und Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen, Experten für digitale Hochschullehre und Vertreter der Hochschuldidaktik, wählt die besten Konzepte aus. Neben einer deutlichen Verbesserung der bestehenden Lehre ist die nachhaltige Einbettung der Lehrinnovationen in das Curriculum für das Juryurteil ausschlaggebend. „Die Hochschulen müssen den Studierenden Kompetenzen für den digitalen Wandel in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft vermitteln. Die ausgezeichneten Projekte sind dafür wegweisend“, so Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes.

Das Fellowship-Programm ist Bestandteil der „Thüringer Strategie zur Digitalisierung im Hochschulbereich“, die das Wissenschaftsministerium gemeinsam mit den Hochschulen entwickelt hat. Für ihre Umsetzung stellt der Freistaat im Doppelhaushalt 2018/2019 insgesamt 2,2 Millionen Euro bereit. Die Digitalstrategie für die Hochschulen umfasst insgesamt fünf Handlungsfelder: Digitale Hochschullehre, Digitalisierte Forschungsprozesse, Open Access, Wissenstransfer und Digitale Infrastruktur. Das Fellowship-Programm ist eine Maßnahme aus dem Bereich „Digitale Hochschullehre“.

Mehr Informationen: www.stifterverband.de/digi-lehrfellows-thueringen

Stephan Krauß
Pressesprecher – Referatsleiter

 

 

 

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