18.07.2018
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

18.07.2018

Die Landesregierung hat die Weichen für ein digitales Thüringen bereits gestellt

Wirtschaftsstaatsekretärin Valentina Kerst zu den Behauptungen des FDP-Landeschefs Thomas Kemmerich

Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst kritisiert die von FDP-Landeschef Thomas Kemmerich im Gespräch mit der Thüringischen Landeszeitung geäußerten Behauptungen, die Landesregierung tue nicht genug für ein digitales Thüringen. „Offenbar setzt sich Thomas Kemmerich nicht mit den Aktivitäten der Landesregierung und den darin eingebundenen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auseinander“, sagte Kerst. „In der Digitalstrategie für Thüringen sind 52 konkrete Maßnahmen definiert, die wir gemeinsam mit den Akteuren in unserem Land entwickelt haben, und die digitale Entwicklung des ländlichen Raums ist einer der drei Schwerpunkte.“

 

Mit seiner Forderung, die Landesregierung müsse den Organisationsrahmen für die Digitalisierung stellen, komme Kemmerich deutlich zu spät, betonte Kerst weiter. „Hier werden Themen benannt, die die Landesregierung in ihrer Digitalstrategie bereits adressiert hat und konkret angeht. Im Rahmen des ‚Digitalkabinetts‘ arbeiten darüber hinaus alle Ressorts eng und in regelmäßigen Abständen zusammen, um diese Themen gemeinsam umzusetzen.“

 

Auch die Forderung Kemmerichs, Thüringen mit Hilfe großer Konzerne zu einer Modellregion zu machen, geht für Kerst an der Realität vorbei. „Gerade in einem Flächenland wie Thüringen mit mittelständisch geprägter Wirtschaft ist es eine große Herausforderung, Projekte umzusetzen – egal ob Infrastrukturprojekte oder in der Wirtschaft – die sich letztendlich auch selbst tragen müssen“, betont Kerst. „Aktionismus mit Staatsgeld kann nicht unser Ziel sein. Wir unterstützen stattdessen die mittelständische Wirtschaft, um uns gemeinsam auf den Weg ins digitale Zeitalter machen.“

 

Vor kurzem sei das Förderprogramm „Digitalbonus“ gestartet, das kleine und mittelständische Unternehmen bei der Einführung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt. In den Jahren 2018 und 2019 stellt das Land für das Programm insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Zudem werde das Förderprogramm „Digitale Innovationen/Digitale Plattformen“ fortgeführt, über das digitale Modellprojekte unterstützt werden. Weiterhin verfolge das Land beispielsweise eine Reihe von neuen Förderansätzen zur Digitalisierung im Handwerk: Diese umfassen u.a. die Ausweitung der Beratungsangebote und die Finanzierung von sog. „Digitalisierungslotsen“ sowie die Förderung von geeigneten Referenzprojekten zur Digitalisierung („Digitale Handwerksschaufenster“) in Handwerksunternehmen. Zudem fördert ab 2020 das Landesprogramm „ProDigital“ Forschung zu digitalen Themen wie Datenauswertung/Big Data, Künstliche Intelligenz, autonome Robotik oder maschinelles Lernen an den Thüringer Hochschulen. Das Programm verfügt über ein Gesamtvolumen von zehn Millionen Euro.

 

Gleichzeitig lege die Landesregierung derzeit den Grundstein für die digitale Zukunft Thüringens. Mehr als 400 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren für den Ausbau des Breitbandnetzes im Freistaat investiert, rund 160.000 Breitbandanschlüsse werden neu verlegt oder für höhere Übertragungsraten ertüchtigt. Ein modernes Glasfasernetz soll bis 2025 weitestgehend flächendeckend verfügbar sein, um höchste Übertragungsraten zu ermöglichen. Dafür habe das Wirtschaftsministerium nicht nur die Landkreise und Kommunen bei der Beantragung von Bundesfördermitteln massiv unterstützt, es begleite auch derzeit intensiv die Ausschreibungen.

 

„Ich nehme an, dass diese konkreten Maßnahmen zur Unterstützung der hiesigen Wirtschaft und Wissenschaft Thomas Kemmerich nicht geläufig sind, sonst würde er die bisherigen Erfolge nicht kleinreden“, so die Staatssekretärin weiter. „Gern laden wir Thomas Kemmerich zum Digitalabend des Ministeriums am 25. August ein, zu dem der Minister die Unternehmerinnen und Unternehmer, Hochschulen und Forschungseinrichtungen einlädt, die er auf seiner Sommertour „Tiefensee digital“ besucht hat. Dann kann er sich selbst davon überzeugen, wie weit Thüringen bereits ist.“

 

 

Peggy Hoy
Stellvertretende Pressesprecherin

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