13.12.2017
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

13.12.2017

Thüringen stärkt Mikroelektronik-Forschung

Beteiligung an ECSEL-Initiative der EU / Verwaltungsvereinbarung mit Bund sichert Kofinanzierung für Thüringer Projekte / Land stellt bis 2019 eine Million Euro bereit

Thüringen will von der europäischen Mikroelektronik-Forschungsinitiative ECSEL („Electronic Components & Systems for European Leadership“) profitieren. Zur Kofinanzierung entsprechender Forschungsprojekte aus dem Freistaat wurde heute eine Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bundesforschungsministerium und dem Thüringer Wissenschaftsministerium unterschrieben.

„Ohne eine ausgeprägte Elektronikkompetenz ist ein führender Industriestandort wie Deutschland kaum vorstellbar“, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Als Querschnittstechnologie sei die Mikroelektronik ein klassischer Innovationstreiber und trage wesentlich dazu bei, die Innovationskraft vieler unterschiedlicher Branchen zu stärken. Dazu zählen insbesondere auch die fünf Kompetenzfelder, deren Entwicklung sich Thüringen mit seiner Innovationsstrategie zum Ziel gesetzt hat – von neuen Produktionsverfahren und -systemen über Mobilität, Gesundheitswirtschaft, Energie- und Ressourceneffizienz bis hin zur Digitalisierung und Informationstechnologie. „Gerade für uns in Thüringen ist es deshalb wichtig, gezielt in die Mikroelektronik zu investieren und unsere Position in diesem Bereich weiter auszubauen“, so Tiefensee.

Professor Dr. Wolf-Dieter Lukas, der zuständige Abteilungsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung, dazu: „Wir wollen in Deutschland die Digitalisierung mitgestalten. Dies setzt eigene Kompetenzen voraus insbesondere auch in der Mikroelektronik. Deutschland ist bereits heute der größte Mikroelektronikstandort in Europa. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass unsere stärksten Konkurrenten sich in den USA und in Asien befinden und wir nur durch Kooperation auf allen Ebenen in Europa dem harten Wettbewerb standhalten können. Dies leistet ECSEL. Ich begrüße es sehr, dass Thüringen seinen Beitrag zu dieser europäischen Forschungsinitiative leistet und damit die deutschen Partner in ECSEL erheblich stärkt.“

Mit der Firma X-Fab hat immerhin der weltweit zehntgrößte und zugleich der größte europäische Halbleiterhersteller im Foundry-Bereich seinen Sitz in Thüringen. Insgesamt umfasst die Mikroelektronik-Branche im Freistaat rund 133 Unternehmen mit mehr als 14.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Euro.

Über die ECSEL-Initiative soll die EU-weite Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich von Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik gefördert werden. Ziel ist die Entwicklung intelligenter Elektroniksysteme, neuer digitaler Technologien, effizienterer Produktionsmethoden, ressourcensparender und zuverlässiger Komponenten und Schaltkreise. Das Gesamtvolumen der 2014 gestarteten Initiative soll sich bis 2024 auf gut vier Milliarden Euro belaufen, von denen jeweils 1,2 Milliarden Euro von der EU und den Mitgliedsstaaten sowie weitere 1,7 Milliarden Euro von der Privatwirtschaft aufgebracht werden sollen.

Nach der heute unterzeichneten Vereinbarung streben Bund und Land an, zusammen die notwendige Kofinanzierung in gleicher Höhe wie die im Rahmen von ECSEL bewilligten Fördermittel für Thüringer Mikroelektronik-Projekte bereitzustellen. Auf beide Seiten entfällt dabei jeweils die Hälfte dieser ergänzenden Förderung. Nach dem aktuellen Haushaltsentwurf wird Thüringen 2018 und 2019 dafür zunächst jeweils 500.000 Euro  zur Verfügung stellen. Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt dabei einvernehmlich. Grundlage dafür bildet die Rangliste, die durch die von ECSEL beauftragten Experten erstellt wird.

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