14.09.2018
Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz

Medieninformation 58/2018

Asylverfahren an Verwaltungsgerichten stark rückläufig

Die Geschäftsentwicklung an den Thüringer Verwaltungsgerichten ist deutlich rückläufig. Grund dafür sind vor allem stark sinkende Eingangszahlen bei den Asylsachen.

Im ersten Halbjahr 2018 gingen bei den Verwaltungsgerichten 2362 Hauptsacheverfahren neu ein. Dies ist ein Rückgang zum ersten Halbjahr 2017 von 42,2 Prozent. Damals hatten die Asylsachen etwa drei Viertel des Geschäftsanfalls ausgemacht. Von den Rückgängen waren alle Standorte betroffen, vor allem aber der Verwaltungsgericht Meiningen mit einem Minus von 61,3 Prozent. Bei den Asylsachen war es dort sogar ein Rückgang um 72,7 Prozent. Im ersten Halbjahr 2018 wurden an den Verwaltungsgerichten insgesamt 2555 Hauptsacheverfahren erledigt, womit die Erledigungsleistung um 22,7 Prozent stieg. Zum 30. Juni waren noch 6351 Verfahren anhängig.

„Die Zahlen zeigen deutlich, dass bei den neu eingehenden Asylverfahren geordnete Verhältnisse eingekehrt sind“, sagt Justizminister Dieter Lauinger (BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN). „Der Abbau der Bestände wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Aber auch dabei ist die Verwaltungsgerichtsbarkeit auf einem guten Weg.“

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