18.12.2014
Thüringer Oberlandesgericht

Medieninformation des Landgerichts Gera

Strafverfahren gegen T. B. wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen

In dem Strafverfahren gegen T. B. wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen hat die 2.Strafkammer (Az.: 460 Js 20788/14) eine Gesamtfreiheitsstrafe von 5 Jahren und sechs Monaten verhängt.
Gegenstand der Anklage waren 157 Taten, hiervon sechs Tathandlungen des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern nach § 176 a Abs.2 Nr. 1 StGB.

Zum Schutz der Intimsphäre der geschädigten Minderjährigen, die teilweise durch Nebenklägervertreter an dem Prozess beteiligt waren, fand die Hauptverhandlung in weiten Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nach der Verlesung der Anklageschrift - unter Ausschluss der Öffentlichkeit- und nach einem Rechtsgespräch mit allen Prozessbeteiligten, stellte die Kammer einen Strafrahmen von fünf bis sechs Jahren für eine noch zu bildende Gesamtstrafe in den Raum.
Nach der Einlassung des Angeklagten und der Vernehmung einer Kriminalbeamtin als Zeugin - wiederum aus Gründen des Schutzes der Intimsphäre der Geschädigten unter Ausschluss der Öffentlichkeit - stellte die Kammer einen Teil der Tatvorwürfe auf Antrag der Staatsanwaltschaft nach § 154 Abs.2 ZPO ein.
Anschließend äußerte sich der Angeklagte in öffentlicher Sitzung zu seinem persönlichen Werdegang und seinen wirtschaftlichen Verhältnissen.
Für die Plädoyers der Staatsanwaltschaft, des Verteidigers und der Nebenklägervertreter musste die Öffentlichkeit zum Schutz der Intimsphäre der geschädigten Minderjährigen abermals ausgeschlossen werden.

Für die sechs Fälle des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern wurden Einzelstrafen von je 3 Jahren und 6 Monaten in die Gesamtstrafenbildung aller verurteilten Tathandlungen eingestellt.

Bei der Strafzumessung wurde zugunsten des Angeklagten sein Geständnis berücksichtigt, das den geschädigten Minderjährigen eine Aussage vor Gericht in einem Prozess mit großer Öffentlichkeitswirkung ersparte. Zu seinen Lasten wirkte sich die Traumatisierung, insbesondere des missbrauchten Kindes als auch die Ausnutzung des Vertrauens der Minderjährigen aus, die der Angeklagte nicht nur selber missbrauchte, sondern auch an Dritte vermittelte.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


Böttcher-Grewe
Vorsitzende Richterin am Landgericht
Pressesprecherin

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