Offener Vollzug

Bauliche Konzeption

Die Offene Vollzugsabteilung (OVA) der JVA Tonna befindet sich direkt gegenüber dem umwehrten Bereich der Hauptanstalt .
Sie wurde als Wohngruppenvollzug mit fünf Vollzugsgruppen mit jeweils 12 Haftplätzen konzipiert und verfügt somit über insgesamt 60 Haftplätze.

Bedeutung des Offenen Vollzugs

Die Unterbringung im Offenen Vollzug ist eines der wesentlichsten Mittel des Behandlungsvollzuges, um den nach § 2 Strafvollzugsgesetz (StVollzG) geforderten Resozialisierungsauftrag Rechnung zu tragen.

Da der Gefangene im Vollzug der Freiheitsstrafe befähigt werden soll, künftig ein Leben in sozialer Verantwortung ohne Straftaten zu führen, ist der Offene Vollzug als Trainingsfeld für die Bewährung in der Freiheit in besonderer Weise dazu geeignet, den Übergang des Gefangenen in die Freiheit zu erleichtern.

Besondere Anforderungen

Die rechtlichen Voraussetzungen für die Unterbringung im Offenen Vollzug werden in § 10 StVollzG definiert.

Die Verlegung eines Gefangenen in den Offenen Vollzug bedarf grundsätzlich seiner Zustimmung und einer eingehenden Prüfung, ob und inwieweit er den besonderen Anforderungen für eine Unterbringung im Offenen Vollzug genügt.

Als wesentliche Anhaltspunkte für die Eignung eines Gefangenen für den Offenen Vollzug sind folgende Punkte zu erfüllen:

  • Selbstständigkeit
  • Selbstdisziplin
  • Gemeinschaftsfähigkeit
  • Verantwortungsgefühl
  • Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit

Alle an der Behandlung des Gefangenen beteiligten Fachabteilungen werden in diese Prüfung involviert. Bei dieser Prüfung werden alle für und wider den Gefangenen sprechenden Gesichtspunkte berücksichtigt und in einer abschließenden Konferenz wird über den Antrag des Gefangenen auf Aufnahme in den Offenen Vollzug entschieden.

Eine Verlegung erfolgt nur, wenn auszuschließen ist, dass sich der Strafgefangene dem Vollzug der Freiheitsstrafe entziehen wird oder die Möglichkeiten des Offenen Vollzugs zu weiteren Straftaten missbraucht.

Arbeit, Freies Beschäftigungsverhältnis

Auch im Offenen Vollzug ist die Arbeit des Gefangenen ein wesentlicher Bestandteil der Resozialisierung. Neben der für den Gefangenen in § 41 StVollzG begründende Arbeitspflicht haben Gefangene des Offenen Vollzuges die Möglichkeit, nach § 39 StVollzG ein freies Beschäftigungsverhältnis auf dem freien Arbeitsmarkt einzugehen.

Diese Tätigkeit dient dem Ziel, Fähigkeiten für eine Erwerbstätigkeit nach der Entlassung zu vermitteln, zu erhalten oder zu fördern.

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