Ereignisse und Veranstaltungen 2018

Thüringer Verwaltungsschule beginnt mit 31 Anwärtern die Ausbildung im Bildungszentrum der Thüringer Landesverwaltung Gotha

In einem feierlichen Festakt wurde am 13. August 2018 ein zweiter Standort der Thüringer Verwaltungsschule (TVS) eröffnet.

„Diese landeseigene Liegenschaft mit teilweise denkmalgeschützten Gebäuden und ausgedehnten Grünflächen soll zu einem modernen, zukunftsfähigen Aus- und Fortbildungscampus für den öffentlichen Dienst entwickelt werden“, sagte Staatssekretär Udo Götze zur Eröffnung eines zweiten Standortes der Thüringer Verwaltungsschule im Bildungszentrum der Thüringer Landesverwaltung in Gotha.

Insgesamt 31 Anwärterinnen und Anwärter haben hier ihren Vorbereitungsdienst begonnen, 17 sollen nach ihrer zweijährigen Ausbildung beim Freistaat Thüringen, drei beim Landratsamt des Wartburgkreises, acht in der Erfurter Stadtverwaltung und je einer in den Stadtverwaltungen von Weimar und Mühlhausen sowie im Landratsamt des Unstrut-Hainich-Kreises ihren Dienst aufnehmen.

In Gotha findet ab sofort die fachtheoretische Ausbildung sowohl im mittleren nichttechnischen Dienst als auch für das Berufsbild des Verwaltungsfachangestellten statt. Mit der Konzentration auf diesen Standort sieht sich Thüringen im Wettbewerb der Bundesländer und Unternehmen um qualifizierte Mitarbeiter in Zeiten des Fachkräftemangels und weiterer geburtenschwacher Jahrgänge besser aufgestellt. „Auch die rasanten Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik nehmen alle Bereiche der öffentlichen Verwaltung in die Pflicht, Anstrengungen in Richtung Modernität und Effizienz zu unternehmen“, sagte der Staatssekretär. „Kommunale und staatliche Aus- und Fortbildungsgänge benötigen aufgrund ihrer fachlichen Verzahnung eine einheitliche, moderne und zukunftsfeste Lösung. Diese ist nur in Zusammenarbeit zwischen Freistaat, Landkreisen und Kommunen zu entwickeln.“

Die Schaffung des gemeinsamen und modernen Aus- und Fortbildungs-Campus ist ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung. Deshalb werden die Planungen zur Ertüchtigung und Sanierung der Liegenschaften des Bildungszentrums am Standort Gotha vehement weiter verfolgt.

Nachdem das Haus II, das Bürogebäude, saniert wurde, ist die Sanierung des Internatsgebäudes in der Eisenacher Straße und die Errichtung von drei flexiblen nutzbaren Lehrsälen in Vorbereitung. Die Bauarbeiten werden ab April 2019 durchgeführt. Die Informations- und Kommunikationstechnik in den Lehrsälen und in der Bibliothek wird im 3. Quartal 2019 modernisiert. Darüber hinaus werden zeitgleich weitere Schritte im Hinblick auf die Komplettsanierung unternommen.

Der Umbau der Wohneinheiten zu Einzelzimmern mit Sanitärbereichen, die Herstellung der Barrierefreiheit sowie die Ertüchtigung der Mensa sind unerlässlich, um die Campus-Idee zu verwirklichen. Dabei sind weitere infrastrukturelle Maßnahmen – wie die Schaffung von Großunterrichtsräumen, Parkmöglichkeiten und die Umgestaltung der Außenanlagen – in der konkreten Planung bereits berücksichtigt.

Die Erwartungen hinsichtlich organisatorischer, personeller und finanzieller Synergien für alle in Gotha ansässigen Bildungseinrichtungen –  darunter die Thüringer Verwaltungsfachhochschule mit dem Fachbereich Kommunalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung und Steuern, die Landesfinanzschule und die Justizvollzugsausbildungsstätte – sind hoch. Das betrifft die gemeinsame Nutzung von Lehrsälen und Bibliothek, ein übergreifender Dozenteneinsatz sowie die Netzwerkbildung und der damit einhergehende fachliche Austausch.

Text: Torsten Stahlberg (TMIK)
Bild:  Helmut Herr (BZ Gotha)

TVS 130818
Staatssekretär Udo Götze, Dr. Robert Klüsener, Joachim Bender, Rudolf Eckstein, Ralf Schleußinger (v.l.)

Wahl 2018

Studierende wählen ihre Vertreter in die Hochschulgremien

Am 13. Februar 2018 fand an der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung die Wahl zum Senat und Fachbereichsrat statt. Die Wahl wurde am Standort Gotha für die Fachbereiche Steuern und Kommunalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung und am Standort Meiningen für den Fachbereich Polizei durchgeführt.

Dem Senat gehören der Rektor als Vorsitzender, die Fachbereichsleiter, von jedem Fachbereich eine gewählte hauptamtliche Lehrkraft, ein gewählter Vertreter des Verwaltungspersonals sowie ein gewählter Vertreter der Studierenden an.

Der Fachbereichsrat der jeweiligen Fachbereiche besteht aus dem Fachbereichsleiter als Vorsitzender, dem Stellvertreter des Fachbereichsleiters, drei gewählten Vertretern aus der Gruppe der  hauptamtlich Lehrenden, einem gewählten Vertreter des Verwaltungspersonals sowie drei Vertretern der Studierenden.

Die Studierenden der Fachbereiche Steuern, Polizei und KSAV wählten in diesem Jahr ihre Vertreter für die Gremien Senat und Fachbereichsrat.

Die Studierenden können über ihren gewählten Vertreter im Senat Einfluss auf die Belange der gesamten Verwaltungsfachhochschule berührenden Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung nehmen, Stellungnahmen abgeben und Vorschläge unterbreiten. Der Fachbereichsrat berät über die Angelegenheiten des jeweiligen Fachbereichs und unterstützt den Fachbereichsleiter.

Wahlen sind eine wesentliche Grundlage einer demokratischen Gesellschaft. Wer wählt, wirkt am Entscheidungsprozess mit, übt direkt oder indirekt Einfluss aus, vertritt seine eigenen Interessen und entscheidet über die Zusammensetzung der jeweiligen Gremien. Nur wenn Studierende ihr Wahlrecht ausüben und sich engagieren, wird die Stimme der Studierenden gehört.

Die positive Wahlbeteiligung mit rund 53 % lässt das große Zugehörigkeitsgefühl der Studierenden an der Verwaltungsfachhochschule erkennen. Mit ihrem Stimmrecht tragen sie dazu bei, dass die hohe Qualität der Lehre an der Verwaltungsfachhochschule in Gotha und Meiningen konsequent fortgeführt und erweitert wird.

Text und Bild: Nancy Hasenstein, FB KSAV

Wahl Senat und FB

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Dette

Ritter ohne Schwert ? – Der Thüringer Rechnungshof - Vortrag des Präsidenten des Thüringer Rechnungshofs Dr. Sebastian Dette an der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung

Am Dienstag, dem 6. Februar 2018, hielt der Präsident des Thüringer Rechnungshof Dr. Sebastian Dette vor den Studierenden und geladenen Gästen, unter denen sich auch der Landrat des Landkreises Gotha Herr Konrad Gießmann befand, an der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Gotha einen Vortrag zum Thema:

"Der Thüringer Rechnungshof und seine Sicht auf die Konsolidierung des Thüringer Haushalts".

Der Thüringer Rechnungshof  überwacht die gesamte Haushalts- und Wirtschaftsführung des Landes. Dieser Verfassungsauftrag wird durch Gesetze ohne Verfassungsrang definiert. Er ist eine selbständige, nur dem Gesetz unterworfene oberste Landesbehörde. Das Kollegium des Thüringer Rechnungshofs besitzt richterliche Unabhängigkeit. Seine Kontrollbefugnisse erstrecken sich auch auf die Landesbetriebe und die Beteiligung des Landes an privatrechtlichen Unternehmen. Ebenso werden landesunmittelbare Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts geprüft. Auch für die sich selbstverwaltenden Kommunen ist in Thüringen der Rechnungshof unabhängige Prüfungseinrichtung.

Seine Aufgabe sieht der Rechnungshof darin, dass die öffentlichen Mittel und Ressourcen bestmöglich im Interesse des Gemeinwohls eingesetzt werden. In diesem Sinne unterstützen sie den Landtag, die Landesregierung und die Verwaltung mit ihren Berichten und Beratungen und geben Empfehlungen zur Gestaltung der Haushalts- und Finanzpolitik.

In seinem Jahresbericht 2017 hält der Thüringer Rechnungshof an seinen Forderungen fest, dass Thüringen effektvolle finanzpolitische Konsolidierungsanstrengungen unternimmt. Es wird zwar der Eindruck vermittelt, dass die „Fetten Jahre“ andauern würden, aber gerade aufgrund des Doppelhaushalts 2018/2019 ist es notwendig, dass sich die Thüringer Haushalts- und Finanzpolitik an nachhaltigen Zielen orientiert und die notwendigen Anpassungen explizit zur Einhaltung der Schuldenbremse vornimmt.

Text: Nancy Hasenstein VFHS Gotha
Bilder: Helmut Herr,  BZ Gotha

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