Vortrag von Verfassungsschutzpräsident Stephan J. Kramer an der Thüringer Verwaltungsfachhochschule Gotha

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verfassungsschutzpräsident Stephan J. Kramer hielt im Februar 2020 an der Verwaltungsfachhochschule Gotha vor zahlreichen Studenten einen Informationsvortrag zum Thema „Freiheit und Sicherheit – Gegensatz oder zwei Seiten der Medaille?“

 

„Kannst du eine Kuh melken?“

Diese und ähnlich skurrile Fragen lösten anfangs eher ein Chaos in den Köpfen der Anwesenden aus. Wie, so fragte man sich, hängt das mit dem Verfassungsschutz zusammen? Antworten hierauf lieferte Stephan Kramer in seinem Vortrag zum Thema:

„Freiheit und Sicherheit – Gegensatz oder zwei Seiten der Medaille?“

Die vom Referenten selbst als „Laberthema“ betitelte Problematik entpuppte sich schon nach wenigen Sätzen zu einer spannenden und mitreißenden Veranstaltung. Kramer zog die Zuhörer vor allem durch seine direkte, ehrliche aber auch humorvolle Art und Weise in einem „Oldschool-Vortrag“, ganz ohne PowerPoint-Präsentation oder sonstigen medialen Hilfsmitteln in seinen Bann.

Schon zu Beginn legte der Präsident des Amtes für Verfassungsschutz seine Antwort auf die grundlegende Frage seines Vortrages dar: Freiheit und Sicherheit stellen in unserer Gesellschaft keinesfalls Gegensätze dar, sondern stehen in Abhängigkeit zueinander. So sei es nicht möglich, seine Freiheitsrechte ungefährdet auszuüben, wenn der Staat den Bürgern keine Sicherheit gewährleisten kann. Hier sieht der Präsident des Amtes für Verfassungsschutz vor allem die Behörden in der Pflicht, die gemeinsame Arbeit zwischen Justiz, Polizei und Verfassungsschutz noch weiter zu verstärken und zu verbessern.

Jedoch appellierte er auch an die Bürger und angehenden Beamten, für die freiheitlich demokratische Grundordnung engagiert und couragiert einzustehen. Die Demokratie mit ihrer Gleichheit und Freiheit für die Menschen könne nur durch Teilnahme am gesellschaftlichen und politischen Leben geschützt werden. Gerade in Zeiten, in denen der Extremismus und Terrorismus in den verschiedensten Formen zunimmt, seien „Sozialkompetenz, Wertevermittlung und Empathie“ umso wichtiger. Gewarnt wurden die Zuhörer aber auch vor den Freiheiten der sich rasant entwickelnden, hoch technologisierten Welt: Gerade im Internet, wie beispielsweise in sozialen Netzwerken, sei der Missbrauch von preisgegebenen Daten eine reale Bedrohung.

Die den Vortrag folgende Diskussionsrunde beendete Herr Kramer mit der Antwort auf die Frage, was er sich für die Zukunft des Verfassungsschutzes wünsche: „Dass die Arbeit meiner Behörde überflüssig sein würde.“

Wir hoffen dennoch, dass Herr Kramers Arbeit im Amt für Verfassungsschutz noch lange nicht vorbei sein wird, damit er uns auch in den nächsten Jahren noch erklären kann, wieso es wichtig ist, dass man im Falle eines Stromausfalles eine Kuh melken kann.

Text: Laura Hübner, FB KSAV, Kurs 18/2
Bilder: Torsten Grimm, BZ Gotha

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