Linksextremismus

Symbol-Abbildung: Brand , Quelle: Pixabay



Linksextremisten sind erklärte Gegner der Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland, die sie als von Rassismus und Faschismus geprägten Kapitalismus diffamieren. Je nach ideologisch-politischer Orientierung wollen sie stattdessen eine sozialistische bzw. kommunistische oder eine "herrschaftsfreie" Gesellschaft etablieren und orientieren ihr politisches Handeln an revolutionär-marxistischen oder anarchistischen Ideologien. Revolutionär-marxistische Organisationen setzen auf traditionelle Konzepte eines langfristig betriebenen "Klassenkampfes". Das anarchistisch geprägte Selbstverständnis der sog. Autonomen ist getragen von der Vorstellung eines freien, selbstbestimmten Lebens in "herrschaftsfreien Räumen"; entsprechend wird jede Form staatlicher und gesellschaftlicher Normen abgelehnt.

Die Aktionsformen von Linksextremisten sind vielfältig. Sie umfassen öffentliche Kundgebungen und offene Agitation (in Flugblättern, Plakataufrufen, periodischen Schriften, elektronischen Kommunikationsmedien) ebenso wie die Beteiligung an Wahlen und Versuche der verdeckten Einflussnahme auf nicht extremistische Zusammenschlüsse. Einzelne linksextremistische Zusammenhänge sehen in der Anwendung von Gewalt einschließlich offen oder verdeckt begangener Straftaten wie Sachbeschädigungen, Massenmilitanz und auch Körperverletzungen einen Weg zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele.

Dem gewaltorientierten linksextremistischen Spektrum in Deutschland werden Ende des Jahres 2018 wie im Vorjahr insgesamt 9.000 Personen zugerechnet, darunter nun 7.400 Autonome (2017: 7.000).

Für die meisten nicht formell organisierten Linksextremisten und insbesondere für die Autonomen ist Gewalt beziehungsweise Militanz das zentrale Werkzeug in der politischen Auseinandersetzung. Dabei herrscht ein hohes Aggressionsniveau vor. Vor allem in der direkten Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner und der Polizei ist bei autonomen Gewalttätern eine geringe Hemmschwelle festzustellen. Schwere Gesundheitsschädigungen und in Einzelfällen auch der mögliche Tod von Menschen werden dabei billigend in Kauf genommen.

Traditionelle Aktionsfelder von Linksextremisten sind z.B.  „Antifaschismus“, „Antirepression“, „Antimilitarismus“,  „Antirassismus“ oder "Antigentrifizierung" ( Kampf um Freiräume, um die Stadt).

Ausführliche Informationen finden Sie in den aktuellen Berichten des Thüringer Verfassungsschutzes und der übrigen Verfassungsschutzbehörden.

 


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Cover JB 18 Linksextremismus in Thüringen im Verfassungsschutzbericht 2018

Broschüre Linksextremismus Quelle: BdV Linksextremismus - Erscheinungsformen und Gefährdungspotenziale
Broschüre des Bundesamtes für Verfassungsschutz, 2017

Logo BfV Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz 2019
Der im Juli 2020 erschienene Bericht enthält Informationen zum Linksextremismus in Deutschland.

Broschüre Linksextremismus Berlin 2014 Broschüre Linksextremismus Berlin 2014 (2.1 MB) PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

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