Linksextremismus

Symbol-Abbildung: Brand , Quelle: Pixabay

Hier finden Sie Informationen über Aktivitäten von militanten Autonomen, Parteien und Organisationen, sowie Aktionsfelder der Linksextremisten.

Linksextremisten sind erklärte Gegner der Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland, die sie als von Rassismus und Faschismus geprägten Kapitalismus diffamieren. Je nach ideologisch-politischer Orientierung wollen sie stattdessen eine sozialistische bzw. kommunistische oder eine "herrschaftsfreie" Gesellschaft etablieren und orientieren ihr politisches Handeln an revolutionär-marxistischen oder anarchistischen Ideologien. Revolutionär-marxistische Organisationen setzen auf traditionelle Konzepte eines langfristig betriebenen "Klassenkampfes". Das anarchistisch geprägte Selbstverständnis der sog. Autonomen ist getragen von der Vorstellung eines freien, selbstbestimmten Lebens in "herrschaftsfreien Räumen"; entsprechend wird jede Form staatlicher und gesellschaftlicher Normen abgelehnt.

Die Aktionsformen von Linksextremisten sind vielfältig. Sie umfassen öffentliche Kundgebungen und offene Agitation (in Flugblättern, Plakataufrufen, periodischen Schriften, elektronischen Kommunikationsmedien) ebenso wie die Beteiligung an Wahlen und Versuche der verdeckten Einflussnahme auf nicht extremistische Zusammenschlüsse. Einzelne linksextremistische Zusammenhänge sehen in der Anwendung von Gewalt einschließlich offen oder verdeckt begangener Straftaten wie Sachbeschädigungen, Massenmilitanz und auch Körperverletzungen einen Weg zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele.

Dem gewaltorientierten linksextremistischen Spektrum waren Ende 2017 bundesweit insgesamt 9.000 Personen zuzuordnen, darunter 7.000 Autonome.

Dem Phänomenbereich „Politisch motivierte Kriminalität – links“ wurden im Jahr 2017 insgesamt 6.393 (2016: 5.230) Straftaten mit extremistischen Hintergrund zugeordnet, hiervon 1.648 (2016: 1.201) Gewalttaten.

Die Zahl der linksextremistisch motivierten Straftaten ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 22,2% gestiegen, die der Gewalttaten um 37,2 %. Von den letztgenannten weisen 1.023, also rund 62,1 % aller Gewalttaten, zumindest im weiteren Sinne einen Bezug zum G20-Gipfel in Hamburg auf.

Die Akzeptanz und die Intensität von Gewalt haben in der linksextremistischen Szene in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Dies betrifft vor allem Gewalt gegen die Polizei und den politischen Gegner (insbesondere tatsächliche oder vermeintliche Rechtsextremisten). Die Gewaltformen der Szene reichen von Sachgewalt wie Sachbeschädigung oder schwerer Brandstiftung bis hin zu schwerer Körperverletzung.Seit Jahren bedrohen insbesondere diese gewaltbereiten Linksextremisten, vor allem aus der autonomen Szene, die innere Sicherheit Deutschlands.  Einzelne autonome Zusammenhänge überschreiten mit ihren vor allem gegen Sachen gerichteten Anschlagsaktivitäten die Grenze zu schweren Gewalttaten.

Das Potenzial revolutionär-marxistischer Zusammenschlüsse umfasst  etwa 21.600 Personen. Dazu gehören die marxistisch-leninistische "Deutsche Kommunistische Partei" (DKP), die maoistisch-stalinistisch orientierte "Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands" (MLPD), sowie auch die Anhänger der "Kommunistischen Plattform in der Partei DIE LINKE." (KPF) und diverse trotzkistische Gruppierungen.

Traditionelle Aktionsfelder von Linksextremisten sind z.B.  „Antifaschismus“, „Antirepression“, „Antimilitarismus“,  „Antirassismus“ oder "Antigentrifizierung" ( Kampf um Freiräume, um die Stadt).

 


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Linksextremismus in Thüringen im Verfassungsschutzbericht 2017

Broschüre Linksextremismus Quelle: BdV Linksextremismus - Erscheinungsformen und Gefährdungspotenziale
Broschüre des Bundesamtes für Verfassungsschutz, 2017

Logo BfV Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz 2017
Der im Juli 2018 erschienene Bericht enthält Informationen zum Linksextremismus in Deutschland.

Broschüre Linksextremismus Berlin 2014 Broschüre Linksextremismus Berlin 2014 (2.1 MB) PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

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