Bergungsarbeiten an der Fahrzeughalle in der Gedenkstätte Point Alpha

Diesem ausgemusterten Kampfpanzer vom Typ M 60 A 3 der US-Armee konnten die Schneemassen am Point Alpha nichts anhaben.

An der Gedenkstätte am ehemaligen US-Außenposten Point Alpha in der Nähe der kleinen Ortschaft Geisa an der thüringisch-hessischen Grenze begannen in dieser Woche die Aufräumarbeiten. Wie die stellvertretende Gedenkstätten-Direktorin Stefanie Bode mitteilte, kann nun der Schaden an der unter der Schneelast zusammengestürzten Fahrzeughalle und den dort abgestellten wertvollen Exponaten genauer begutachtet werden.

Finanziert wird die Gedenkstätte unter anderem aus Lotto-Fördermitteln, die der Thüringer Innenminister Jörg Geibert erst kurz vor Weihnachten vor Ort an die Betreiber der Gedenkstätte übergeben hatte. Dabei erinnerte der Minister daran, dass die Einhaltung der Grund- und Menschenrechte auch heute vielerorts noch keine Selbstverständlichkeit ist. An einem Ort wie Point Alpha, in dessen Sichtweite bis zum Fall der innerdeutschen Grenze vor 20 Jahren noch flüchtende DDR-Bürger ihr Leben riskierten, werde dies besonders für junge Menschen erlebbar und nachvollziehbar gemacht, die diese Zeit nicht mehr aus eigenem Erleben kennen. So steht es natürlich auch außer Frage, dass die historische Fahrzeughalle im ehemaligen US-Camp so schnell wie möglich wieder zugänglich gemacht werden soll.

Wie Stefanie Bode weiter informierte, war das Dach der Halle durch die sehr ergiebigen Schneefälle und böigen Wind eingestürzt und hatte alle dort eingestellten Fahrzeuge und Geräte, unter anderem an der ehemaligen Grenze eingesetzte Hubschrauber, unter sich begraben. Bei der Halle ist von einem Totalschaden auszugehen.

Mit größter Wahrscheinlichkeit hat sich das Unglück in der Nacht vom 27. zum 28. Dezember ereignet, weil Spaziergänger am Montag den Schaden sicher gesehen und gemeldet hätten. Alle notwendigen Sofortmaßnahmen wurden unverzüglich durchgeführt, der Hallenbereich großräumig abgesperrt. In Absprache mit dem leitenden Mitarbeiter der Gemeinde Rasdorf, Jürgen Hahn, versuchte die Rasdorfer Feuerwehr, die Dächer der unbeschädigten Baracken vom Schnee zu entlasten.

Der Vorsitzende der Point Alpha Stiftung, Dr. Wolfgang Hamberger, sprach dem Personal der Stiftung Dank und Anerkennung für schnelles und umsichtiges Handeln aus. Man geht bei der Stiftung davon aus, dass der Versicherer im Rahmen der Versicherungsbedingungen den materiellen Schaden regulieren wird. Dazu erklärte Hamberger: „Ich bin froh, dass ganz aktuell der Versicherungsschutz überprüft worden ist."

Der ideelle Schaden aber ist beträchtlich. Die Stiftung hoffe, dass ihre amerikanischen Freunde bei der wahrscheinlichen Ersatzbeschaffung helfen werden.

Um alles finanzieren zu können, bittet die Stiftung um die Hilfe der Bürgerschaft. Spendenkonten sind sowohl bei der Wartburgsparkasse als auch bei der Sparkasse Fulda mit dem Verwendungszweck „Wiederaufbau historische Fahrzeughalle“ eingerichtet worden.

Wartburgsparkasse
Verwendungszweck „Wiederaufbau historische Fahrzeughalle“
Kontonummer: 12010553
BLZ: 84055050

Sparkasse Fulda
Verwendungszweck „Wiederaufbau historische Fahrzeughalle“
Kontonummer: 56487
BLZ: 53050180

Innenminister Geibert besuchte Point Alpha
Medieninformation 55/2010 vom 20.12.2010

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