Großer Zulauf bei den Jugendfeuerwehren durch Mindestalter-Absenkung

Prof. Dr. Peter M. Huber, Thüringer Innenminister und Dietrich Hagemann, Beigeordneter der Landeshauptstadt Erfurt
Sichtlich gut gelaunt durch ermutigende Zahlen insbesondere in Sachen Jugendwerbung der Thüringer Feuerwehren präsentierten Innenminister Prof. Dr. Peter M. Huber (l.) und Dietrich Hagemann, Beigeordneter der Landeshautpstadt Erfurt, den Brand- und Katastrophenschutzbericht 2009.

Innenminister Huber stellt Brand- und Katastrophenschutzbericht 2009 vor

„Die Ende 2006 in Kraft getretene Absenkung des Mindestalters für die Jugendfeuerwehren von zehn auf sechs Jahre hat sich auch im letzten Jahr als voller Erfolg herausgestellt“. Dies betonte Innenminister Prof. Dr. Peter M. Huber bei der Vorstellung des Brand- und Katastrophenschutzberichts 2009 heute in Erfurt. Durch die Absenkung des Mindestalters verfügten die Jugendfeuerwehren über fast 2.600 Mitglieder in der Altersgruppe der Sechs- bis Neunjährigen, hob der Minister hervor. Ende 2009 waren in den Thüringer Jugendfeuerwehren mit 11.116 Mitgliedern insgesamt 552 mehr Kinder und Jugendliche aktiv als 2008. Gegenüber dem Tiefststand von 2006 mit nur noch 9.697 Angehörigen der Jugendfeuerwehren bedeutet dies ein Plus von über 1.400 Mitgliedern. „Ich bin mir sicher, dass die Einsatzabteilungen der Feuerwehren von dieser Entwicklung profitieren werden“, zeigte sich der Minister zuversichtlich.

Der Minister erläuterte, dass im Berichtsjahr 2009 über 50 Prozent der Einsätze von den Freiwilligen Feuerwehren geleistet wurden. Die Anzahl der ehrenamtlich Aktiven bei den Freiwilligen Feuerwehren habe sich in 2009 mit 41.268 Mitgliedern gegenüber dem Vorjahr (42.383) erneut verringert. Die Personalentwicklung bei den Freiwilligen Feuerwehren sei für die Landesregierung von großer Bedeutung, sagte Huber. Er wies darauf hin, dass die Landesregierung bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen habe, um die Nachwuchsgewinnung bei den Feuerwehren zu unterstützen. So sei Thüringen das einzige Land in der Bundesrepublik, das eine Ehrenpension für die Mitglieder der Einsatzabteilungen eingeführt habe.
Weitere Maßnahmen waren die Erhöhung der Altersgrenze für den Dienst in der Einsatzabteilung von 62 auf 65 Jahre. Zudem können Kameradinnen und Kameraden nicht nur in der Feuerwehr ihrer Wohnsitzgemeinde aktiv werden, sondern auch in der Gemeinde ihres Arbeitsortes.
Im Bereich der Nachwuchsförderung wurde über die Absenkung des Mindestalters hinaus eine pauschale Förderung in Höhe von 20 Euro je Mitglied der Jugendfeuer-wehren eingeführt. In diesem Jahr wurden bereits über 220.000 Euro an Fördermitteln bewilligt bzw. ausgezahlt.

„Die Landesregierung wird auch in Zukunft die umfangreiche finanzielle Förderung der Feuerwehr-Ausrüstung fortsetzen“, kündigte der Minister an. Dies diene dem Schutz der Feuerwehr-Aktiven ebenso wie der öffentlichen Sicherheit“, stellte Huber fest. Seit 1991 hat die Landesregierung die Feuerwehren bzw. die für sie jeweils zuständigen Gemeinden mit fast 198 Millionen Euro bezuschusst, davon

  • 15 Millionen Euro für Funktechnik

  • 81 Millionen Euro für Fahrzeugtechnik

  • 102 Millionen Euro für Feuerwehrhäuser


  • Die Bedeutung der Feuerwehren für die öffentliche Sicherheit zeige sich, so der Minister, an der Entwicklung der Einsatzarten. Nur noch 3004 Einsätze galten in 2009 der klassischen Brandbekämpfung. Die fünffache Anzahl, 15.671 Einsätze, dienten der allgemeinen Hilfeleistung, zum Beispiel bei Verkehrsunfällen, bei der Beseitigung von Ölspuren oder bei der Bergung von Tieren. Dies zeige, so der Minister, dass die Feuerwehr heute unverzichtbarer Helfer in vielfältigsten Notlagen sei.
    Die Thüringer Feuerwehren haben in 2009 bei ihren insgesamt 18.675 Brand- und Hilfeleistungseinsätzen 1194 Personen aus Gefahrensituationen gerettet. Dabei wurden 62 (2008: 55) Feuerwehrangehörige verletzt. „Ich danke daher im Namen der Landesregierung allen aktiven Feuerwehrangehörigen für ihren wichtigen und unverzichtbaren Dienst, der eben auch erhebliche Gefahren für die eigene Gesundheit und das Leben mit sich bringen kann“, erklärte der Innenminister abschließend.

    (Medieninformation 33/10 vom 21.07.2010)

    Innenminister und Kamerafrau im Drehleiterkorb der Erfurter Berufsfeuerwehr.
    Nach der Theorie folgte die Praxis. Der Innenminister (2. v. l.) wagte sich gemeinsam mit einer Kamerafrau des Lokalfernsehens in den Drehleiterkorb der Erfurter Berufsfeuerwehr. Dabei testete der Minister die Einsatzgrenzen voll aus. Erst bei 26 Metern über Grund kam das Stoppsignal, eine Höhe, bei der die Leiter ohnehin automatisch abschaltet.

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